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kämpfen endlich 1118 (A. H. 512) den Thron seiner Väter be-stieg und nach einer langen und glücklichen Regierung 1152(A. H. 547) starb. Gleich den meisten seiner dichterischen Zeit-genossen, Massud bin Sa°d bin Salmün (gestorben 1131),Hasan ans Ghazna (gestorben 1179) und seinem eigenenLehrer "Uthman Muchtnri (gestorben 1149 oder 1159), vordenen er sich nur durch einen höheren Grad von Gelehrsamkeitund Frömmigkeit auszeichnete, widmete er seine poetische Krafteine geraume Zeit ausschließlich dem Preise des Herrschers undder höchsten Würdenträger des Reiches. Als er aber einesTages ans dem Wege zum Palaste Ibrahims, dem er eineschmeichelhafte Qacstde überreichen wollte, von einem halbnärrischenSpaßmacher wegen seiner Blindheit gehänselt wurde, die ihn trotzalles Wissens so sehr die Absicht des Schöpfers mit ihm verkennenlasse, daß er sich znm blosen Lobhudler von Fürsten, d. h. vonschwachen Sterblichen wie er selber, erniedrige, da traf ihn dieserbeißende Spott so tief ins Herz, daß er von Stund an ent-schlossen der ebenso einträglichen wie gefahrvollen Laufbahneines Hofdichters den Rücken kehrte, sich von der Welt zurückzogund nach vollbrachter Pilgerfahrt ein zwischen Askese und Ekstasegetheiltes Dasein führte. Vierzig Jahre lebte er so in selbst-gewählter Armuth und Zurückgezogenheit, und kein noch soglänzendes Anerbieten von Seiten des Sultans — Bahramschühwollte ihm sogar seine eigene Schwester zum Weibe geben —konnte ihn seinem strengen Gelübde untren machen. Die einzigeForm, in der er seinen Dank für die fürstliche Gnade abzn-statten und zugleich den Jüngern der pantheistischen Lehre einenWegweiser fürs Leben mitzugeben vermochte, waren seine mystisch-didaktischen Dichtungen, vor allen der schon genannte „Gartender Wahrheit", dessen zehn Gesänge von der Einheit Gottes,dem göttlichen Wort, der Vorzüglichkeit des Propheten, vonVernunft, Wissen, Glauben und Liebe, von der menschlichen Seele,
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