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Im gleichen Jahre mit Nayir und nur zwei Jahre junger,als dieser, starb der große Scheich "Abdallah Anyar! ausHarnt (1006 —1088, A. H. 396—481), der durch seine Munad-schat oder Anrufungen an die Gottheit, durch verschiedenetheosophische Abhandlungen, durch einen halb mystisch, halbdidaktisch gehaltenen Roman über Jüsuf und Zalicha (dieerste Bearbeitung dieses Stoffes nach Firdaust) unter demTitel Anis-nlmuridin n Schams - nlmadschalis (derGefährte der Jünger auf dem Heilswege und die Sonne derpantheistischen Gemeinden), sowie durch eine auf arabischenQuellen fußende Sammlung von Lebensbeschreibungen berühmter()!üfis, die selbst wiederum dem späteren Dichter Dscham! dieGrundlage zur Abfassung seines gleichen Zwecken dienenden,aber natürlich viel umfassenderen Werkes, der Nafahnt-ulunsoder Hauche der Vertraulichkeit geliefert (vollendet 1478,A. H. 883), sowohl zur allgemeineren Verbreitung MusischerLehren selbst, als auch noch ganz besonders zur engeren Ver-bindung von Mystik und Didaktik bedeutend beigetragen. Völligverschmolzen erscheinen diese beiden Dichtungsgattungen zumersten Male in Sans/is großem Mathnawi Hadiqat-ulhagiqah u Schari"at-uttariqah (der Garten der Wahr-heit und das Gesetz des mystischen Weges), dem ältesten, 1131(A. H. 525) verfaßten, poetischen Textbuche des persischenSufismus, dem aber schon etwa 60 Jahre früher "Ali bin"Uthman aldschullabi alhudschwiris Kaschs-ulmah-dschüb oder die Enthüllung des Verschleierten als prosaischerLeitfaden voranfgegangen war. "Abdulmadschd Madschdüdbin Adam, bekannt unter dem Namen Hakim Sana'i, waraus Ghazna gebürtig und blühte unter den GhaznawidensultanenIbrahim, einem Enkel des großen Mahmud (1059—1099,A. H. 451—492), und seinen Nachfolgern Mas"üd III.(1099—1114) und Bahramschah, der nach erbitterten Familien-
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