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Höflinge von Chorüsün unnachsichtlich geißeln. Ein paar Blüthenans NLtzirs Weisheitsgarten sind die folgenden:
Was pochst du aus die kurze Erdeuzeit?
Bist doch kein Kind mehr — laß das Spiel bei Seit!
Schon Beff're sah als dich der Lauf der Zeiten,
Ließ Schlechtes schon an sich vorüberschrciten,
Entriß den Reichen seiner Thätigkeit
Und setzt' ein Ziel des Armen Sorg' und Leid.
Der zehrt vom Schatz, und Jener hat die Plage:
Leg wohl dies Wort ans des Verstandes Wage.
Auch Schätze schwinden, und das Leid alleinVerbleibt der Seel', erbarmt sich Gott nicht dein.
Wer Gaben hier vertheilt, wird dort beschenkt,
Dort mäht nur der, der hier an's Säen denkt.
Nur dem, der thätig wirkt, ist Lohn beschieden,
Nie wird dir Lohn, bist thatlos du hienieden.
Drum auf, der Thorhcit Schlaf dich zu entlassen.
Sieh, was du bist, und was es gilt zu schaffen IWillst Wind und Well' du deinen Bau vertrau'»,
Noch nie gelang's, aus Well' und Wind zu ban'n.
Du gehst ja hier nur durch in flücht'ger Weise,
Drum sich, was heim du bringst von deiner Reise.
Ersteigt Saturn er auch — für echte MännerSteckt doch im Brunnen tief der schlechte Wicht.
Ich will sein Gast nicht sein — er krümmt den RückenDes Gastfreunds ja, denn Dank heischt er als Pflicht.
Und ob sein Schatz auch Perlen und Juwelen,
Die Perle meiner Seele ist das Wort.
Ist endlos Gold in seiner Mine, hütetDer edlen Rede Gold mein Hcrzenshort.
Ist auch sein Thron und Schloß ans Gold und Silber,
Mein Thron ist Wissen, Glauben ist mein Schloß.
An Ehre reich und brotlos sein, ist besser,
Als Brot zu betteln von gemeinem Troß!
Grundstoff alles Guten, Urquell alles Edlen ist die Wahrheit;
Aller Orten, wo sie weilet, Edles ruft sie da in's Sein.
Daß dein Herz dir sehend werde wie dein Auge, übe Wahrheit,
Denn es setzt ein zweites Auge Wahrheit deinem Herzen ein!
2* li°U