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suchen, den letzten Versuch zu wagen, ob nicht doch noch auforthodoxem Wege das ihm dunkel vorschwebende Ziel zu er-reichen sei. So rüstete er sich denn im Jahre 1045 (A. H. 437)— er war zu jener Zeit Finanz- und Steuersekretär in Dienstendes Seldschuckenemirs Dschakarbeg, des Bruders von SultanToghrnlbeg, in Marw — zu einer Pilgerfahrt nach Meckaund Medina, die ihn volle sieben Jahre in Anspruch nahmund ihm einen so tiefen Einblick in alle Verhältnisse der musli-mischen Welt in Persien, Arabien, Syrien, Palästina undAegypten gewähren sollte, wie er wenigen.seiner Zeitgenossengegönnt war. Er hat diese hochinteressante Fahrt in seinemSafarnama in fesselndster Weise beschrieben und uns damitein Werk hinterlassen, das in der Reiseliteratur der Welt fürimmer einen ehrenvollen Platz einnehmen wird und z. B. inden Abschnitten, die von Palästina und ganz besonders vonJerusalem handeln, selbst noch für unsere heutigen archäologischenForschungen im heiligen Land beachtenswertste Fingerzeige enthält.Freilich war das Resultat für Nayir ein ganz anderes, als ererwartet; besuchte er Mecka auch viermal und erfüllte gewissen-haft alle Pflichten eines Pilgrims, so ward doch der schwarzeStein der Ka'bah zu keinem Stein der Weisen für ihn; imGegentheil, die äußeren, jedes tieferen Gehaltes ermangelndenCeremonien machten ihm nur um so mehr die Leere seinesHerzens fühlbar, mehr denn je sehnte er sich nach einem Ge-dankenaustausch mit wahrhaft erleuchteten Geistern, und diesefand er endlich — seltsam genug für unsere Begriffe, aber ganzim Einklang mit der eigenthümlichen Gedankenrichtung NLyirs,den Nöldeke treffend einen „frommen Skeptiker" nennt — inder schottischen Sekte der JsmaAliten oder Batinis, in dermit allen Reizen der Natur und Kunst geschmückten HauptstadtAegyptens, wo er auch, allen Anzeichen nach, sein erstes großesLehrgedicht, das Rnschann'inLma oder Buch der Erleuchtung
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