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Die mystische, didaktische und lyrische Poesie und das spätere Schriftthum der Perser
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um 1049 (A. H. 440) in seinen Hauptzügen niedergeschriebenhat. Cairo, das Nnyir so enthusiastisch in seinem Safarnamabeschreibst war die Residenz des FLtimidensultans Mustanyir-billah, des geistlichen wie des politischen Hauptes der Midenund Schutzherrn der Schmäh, der gerade damals einen erbittertenKampf gegen den Chalifen von Baghdnd und den SeldschuckenToghrnlbeg, den Hauptvertreter der sunnitischen Lehre, führteund den Zenith seiner Macht erklommen hatte, denn Syrien,HidschLz, Nördafrika und Sicilien gehorchten seinem Scepter,und Wohlstand, Ruhe und Sicherheit herrschten durch ganzAegypten. Welchen Eindruck die Mysterien des ismalllitischenGeheimbundes, der sich in der Lehre von der Einheit Gottes,von Allverstand und Allseele, von Paradies und Hölle alsSinnbildern der zur höchsten Vollkommenheit gelangten mensch-lichen Seele einerseits und ihrer Unwissenheit und Entfremdungvon Gott andererseits, von dem Unterschied zwischen Tanzil undTa'wil, d. h. der wörtlichen Erklärung des Korans und derallegorischen Interpretation desselben, vielfach mit den Anschau-ungen derlauteren Brüder" und selbst mit denen des Sufismusdeckt, auf Nayir gemacht und wie sie ihn unwiderstehlich inihren Zanberkreis gezogen, davon steht freilich im Safarnnmanichts, das wird uns erst aus seinen poetischen Werken offenbar,so ans den folgenden Versen einer seiner größten Qaytden:

Wenn nur Gott es will, so öffnet er die Pforte des Erbarmens,

Dann gelingt, was erst unmöglich schien, und leicht wird dann, was schwer.Und so nahte eines Tages ich dem Thore einer Stadt mich,

Der die Himmelskreise alle dienten und der Sterne Heer;

Einer Stadt, die ganz nur Garten war voll Rosen und Cypresscn,

Rosig schimmerten die Wände Bäume deckten rings den Grund;Buntgestickt war ihr Gefilde wie Brokat; ihr Wasser strömte,

Reinem Honig gleich, als sei es mit dem Kauthargnell* im Bund.

Eine Sphäre war's, die einzig Edelsinn als Gast beherbergt,

* Der Paradiesesqnelle nach dem Koran.<1S8)