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Art als jener, ebenfalls tzüfismns genannte, orthodoxe Mysti-zismus der Araber, der sich schon in den frühesten Zeitendes Islams, bald nach Muhammads Tode zeigt, und der zuerstvon MuhLsibi (gestorbenzu Baghdad 857, A. H. 243) theoretischbehandelt worden ist. Letzterer ist in seinen Hauptzügen nureine Weiterbildung der christlich-asketischen Richtung, der Lehrevon der völligen Entsagung und Gottergebenheit, für die sich derMuhammadanismns schon in seinen ersten Anfängen als ein un-gemein fruchtbares Entwickelungsfeld erwies, und hat daher stetsmit der sunnitischen Rechtgläubigkeit auf bestem Fuße gelebt.Ersterer dagegen steht, so sehr sich auch seine Jünger bemühen,ihre Glaubenssätze durch mystisch erklärte Koranverse zu erhärten,wie alle schiAtischen Lehren, im Widerspruche mit der islamischenOffenbarung, im Widerspruche mit allen geoffenbarten Religionenüberhaupt, deren Dogmen, so verschieden sie auch sein mögen,für den erleuchteten ^!üfi nichts als Allegorien der Gottheitselbst und daher sämmtlich von gleichem Werth, mit anderenWorten, sämmtlich gleichgültig sind. Dieser von Krem er mit Rechtals ketzerisch bezeichnte Sufismus, dessen Hauptmerkmal diemystische Ekstase, dessen Hauptziel die Einswerdnng mit Gottist, hat sich, abgesehen von einzelnen, hie und da bemerkbarenEinflüssen des Parsismus und des Manichäerthums, zunächstaus einer Vermischung von neuplatonischen Ideen mit denendes pantheistischen Vedantasystems der Inder herausgebildet.Das Eindringen des Neuplatonismus in den Orient ist leichterklärt — wie schon früher bemerkt, war es der Chalif Ma'mün,der zuerst Uebersetznngen griechischer Philosophen anfertigen ließ,und diese Bemühungen setzten sich während des ganzen drittenJahrhunderts der Hidschra fort; denselben verdanken die ver-schiedenen schottischen Sekten, wie nicht minder die mannig-fachen freigeistigen Schulen des Islams ihre hauptsächlichsteAnregung und Förderung. Auf welchen Wegen sich aber die
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