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Goethe - und noch immer kein Ende! : kritische Würdigung der Lehre Goethes von der Metamorphose der Pflanzen
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scheidung der Dinge vornehmen könnte. Es hat um einBeispiel zu nehmen Sinn, wenn man die Menschen be-grifflich nach der Gegend, wo sie geboren wurden und wohnen,oder etwa nach der Beschaffenheit des Haares oder nach derSchädelbildung u. s. w. eintheilt; denn alle diese Verhältnissebetreffen ihr inneres Wesen (wenngleich sie es nicht erschöpfendwiedergeben und also durch sie keine allseitig genügende Ein-theilnng erzielt wird; aber die auf Grund ihrer zu gewinnendeEintheilung hat Sinn). Was würde aber eine Klassifizirungzu bedeuten haben, die sich danach richtete, ob ein Mensch vor-zugsweise in die Länge oder vorzugsweise in die Breite wächst,bei der also dick und dünn die wesentlichen Eintheilnngsgründewären!

Daß die Seitengebilde ihr Wachsthum zuerst an der Spitzehemmen, ist eine beschränkt geltende Eigenschaft derselben, abernicht das Prinzip, nach welchem man ihr Wesen zu deuten hat.

Es ist ja anzunehmen, daß in gewisser Weise übereinstimmendeDinge vielfach gleichartiges Wachsthum besitzen werden; dochder Umstand, daß ihr Wachsthum des öfteren verschiedener,mannigfaltiger Art ist," zeigt eben, daß jenes nicht nothwendig Ider Fall zu sein braucht. «

Mir ist es übrigens auch klar, daß die heutige an Goethe ^sich anschließende Morphologie gerade weil es doch nichtschwer hält einzusehen, daß das erwähnte Kriterium zu einer ^Begriffsbestimmung nicht geeignet ist überhaupt gar keine ,solche mit jenem Kriterium hat schaffen wollen, sondern, daßsie von vornherein aus reiner Theorie (wie Goethe) alle Seiten- Zgebilde als Eins, als gleicher innerer geheimnißvoller, ideeller il Natur ansieht; da nun aber eine blose Theorie ohne Be- Wweisgründe aus den Thatsachen in der Wissenschaft nicht statt- nHaft ist, so hat sie nach einem möglichst durchgreifenden und Leinheitlichen Unterschiede zwischen Achsen- und Seitengebilden

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