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Goethe - und noch immer kein Ende! : kritische Würdigung der Lehre Goethes von der Metamorphose der Pflanzen
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sich allein ist es kein zwingender Bestimmungsgrund. (Sieheoben S. 12 und 13.)

Von ebenso geringem Werthe ist das erste der angeführtenKriterien. Die Uebereinstimmung in der Gestalt kann für dieAufstellung von Begriffen nur da entscheidend sein, wo dasinnere Wesen betreffende Ähnlichkeiten nicht vorliegen oder er-schöpft sind. Das innere Wesen einer Sache wird aber durchihre Funktionen angezeigt. ^ Es leuchtet ohne weiteres ein, wielächerlich es wäre, wollte man etwa ein galvanisches Elementund ein Gefäß von gleicher Gestalt, welches mit Wasser gefülltist und statt des Zinks und der Kohle, die in jenes eingestelltsind, zwei Stücke Holz enthält, als ein und dasselbe bezeichnen,wenn auch das Aussehen in beiden Fällen genau dasselbe seinsollte. Wenn man entgegnen wollte, daß doch eine ganzeWissenschaft die Geometrie auf Gestalten als ihrenObjekten anfgebant sei und diese eben nach der Ähnlichkeit undVerschiedenheit der Form klassifizire, so ist die Erwiderunghierauf, daß die Geometrie doch keine Wissenschaft von denDingen ist, sondern von den Gestalten der Dinge. Eine Wissen-schaft von der Form muß aber allerdings nach Maßgabe derForm klnssifiziren, da sie ja von dem Wesen der Dinge garnichts aussagen will.

Das innere Wesen, die Funktionen sind nun bei den ver-schiedenen Seitengebilden erheblich verschiedene; die Ähnlichkeitihrer Gestalt würde also für ihre begriffliche Zusammengehörigkeitnichts beweisen. Nun aber ist auch diese eine sehr beschränkte;ein Laubblatt, ein Staubgefäß, ein Stempel bieten im all-gemeinen sehr ungleiche Formen dar, so daß man sogar vondiesem Gesichtspunkte aus eine begriffliche Trennung derselbenbefürworten könnte. Gelegentliche Ähnlichkeiten wie dielaubblattühnliche, flächenförmige Ausbreitung des Griffels derSchwertlilie (Iris) sind einmal an sich nicht durchgreifend