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Fall gewesen, dafür bürgt die Sinnlichkeit der Natur Goethes.Die Unwahrheit der Vorstellung, diese Idee für ein immateriellesWesen zu nehmen, war für ihn gewiß zu groß. Daher er-schien ihm ihre Wirksamkeit — ähnlich wie die Spiraltendenz— als ein wesenloses Prinzip, das vielleicht letzten Endesvon dem spinozistischen Allgott, an den Goethe glaubte, ihrenUrsprung nahm.
Das ergiebt sich, wenn man in dem Aufsatz „Schicksalder Handschrift" (Metamorphose, der Pflanzen) liest: „DerVersuch, die Metamorphose der Pflanzen zu erklären, d. h.die mannigfaltigen, besonderen Erscheinungen des herrlichenWeltgartens auf ein allgemeines, einfaches Prinzip zurückzu-führen . . ." Das will doch sagen: es ist ein Prinzip, wonachdie Pflanze stets das gleiche Grundorgan hervorbringt. DiesesPrinzip steckt in der Pflanze, nur gelangt es in Wirklichkeitnicht zu reiner Geltung. — Goethe bewegte sich hier in einermit der Naturphilosophie verwandten Gedankenrichtung.
Was haben wir nun von Goethes Metamorphosenlehrein dem Sinne, wie wir ihn im Vorstehenden klar zu machengesucht, zu halten?
Noch ehe wir auf die Gründe eingehen, welche zu der Auf-stellung der Lehre überhaupt Veranlassung geben können, läßtsich kurz und bündig sagen, daß sie in dieser Form keinen An-spruch erheben darf, eine wissenschaftliche Bedeutung zu besitzen;als nichts weiter kann sie gelten, denn als eine dichterische oder„philosophische" Idee oder besser Phantasie. Die Wissenschaftmuß mechanisch sein, denn die mechanischen Vorgänge sind demmenschlichen Geiste die faßlichsten; ans sie muß er daher zurück-gehen. Mit „Prinzipien" und „Ideen" in materiellen Dingen hatdie Wissenschaft nichts zu schassen. Sie sind Größen, die nichtserklären, die selbst nicht erklärt sind. Von einer Lehre innerhalb
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