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haben meinte, welches in ihnen nnr in verschiedener Weise ausseiner typischen Grundform entwickelt sich zeigt.
Nach allem sind ihm die verschiedenen Seitengebilde nichtdas Ursprüngliche und ihre Auffassung als dasselbe Organ, ihreZusammenfassung unter einen Begriff das Spätere, was erstder Forscher — nicht die Natur — thut; sondern: das Ur-sprüngliche — was die Natur zuerst geschaffen — ist ihm dasOrgan in seiner typischen Grundform; erst später, in derEntwickelung der Pflanze bildet sich dieses zu den sich unsdarbietenden, verschieden gestalteten (und verschieden funktio-nirenden) Seitengebilden um — und die Aufgabe des Forschersist es, letztere erst wieder auf das typische Grundorgan znrück-zuführen, zu erklären, wie jene in der That in ihrem Wesennur dieses sind.
Da nun aber ein derartiges Grnndorgan nirgends in derNatur vorhanden ist, auch von Goethe nirgends näher genanntoder angegeben wird, so kann dasselbe kein reelles Gebilde,sondern es muß ein ideell vorgestelltes Wesen sein. Das Grund-organ „Blatt" ist nur in der Idee vorhanden. Dies ist zunächstunsere Folgerung aus der Goetheschen Darstellung; aberin dieser selbst finden wir nun auch noch ganz direkte Hinweiseauf jene Auffassung.
So, wenn Goethe in „Bildung und Umbildung organischerNaturen" in dem Abschnitt „Die Absicht (wird) eingeleitet" sagt:„Selbst insofern es (das Lebendige) uns als Individuum er-scheint, bleibt es doch eine Versammlung von lebendigen, selb-ständigen Wesen, die der Idee, der Anlage nach gleich sind,in der Erscheinung aber gleich oder ähnlich, ungleich oder-unähnlich werden können." Das Lebendige, von dem er redet,ist die Pflanze (ebenso das Thier); die selbständigen Wesen, ausdenen sie besteht, sind -— zuförderst wenigstens — die ver-schiedenartigen Achsengebilde und Seitengebilde, von denen uns
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