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Goethe - und noch immer kein Ende! : kritische Würdigung der Lehre Goethes von der Metamorphose der Pflanzen
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Von Wichtigkeit ist hierfür zunächst der Satz imRückblickund Uebergang" (ß 84 derMetamorphose der Pflanzen"):Die Pflanze bildet ein und ebendasselbe Organ nach undnach um." Das Wortein und ebendasselbe Organ" ist fürsich nicht beweisend für Goethes Ansicht von einem typischenGrundorgan, denn auch nach Wolfs sind Blätter und Blüthen-theile ein und dasselbe OrganBlatt" und ebenso nach meinereigenen Meinung, soweit ich sie als Seitengebilde zusammenfasse.Ein und ebendasselbe Organ" dieses Wort kann, außerdem Zusammenhänge betrachtet, einfach ein Ausdruck für denallgemeinen Begriff sein, unter den man Blätter und Blüthen-theile vereinigt und der dann alle tatsächlich vorhandenenSeitengebilde zugleich umfaßt. (So ist es bei meiner und beiWolffs Meinung der Fall.) Nun aber wird nach Goethediesesein und ebendasselbe", also ein gewisses Organ vonder Pflanze umgebildet zu den verschiedensten Arten der Seiten-gcbilde. Ein solches Organ, welches zu den Seitengebilden erstmngebildet wird, kann nicht mit diesen selbst zusammenfallen,sondern es muß vor ihnen und unabhängig von ihnen vor-handen sein; es ist jenestypische Grundorgan", wie wir esgenannt haben. Wir sehen also: das WortUmbildung",Umwandlung",Metamorphose" und der damit bezeichneteBegriff das ist es, worauf es ankommt; daher auch derUnterschied zwischen Goethe und Wolfs, denn letzterer sprichtnicht von einer Umwandlung im Sinne der Lehre von der auf-steigenden Metamorphose. Was umgebildet wird, muß dasein, ehe das Endprodukt, zu dem es nmgebildet wird, vor-handen ist: es muß ein Grundorgan sein, das außer den End-produkten (also den Seitengebilden) und vor ihnen besteht.

Man könnte dem vielleicht entgegenhalten: es sei dasWortUmbildung" hier ebensogut nur bildlich zu nehmen als kurze, bequeme Bezeichnung für die Thatsache, daß,

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