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änderung desselben Organs in verschiedene Gestalten thatsächlich ,besteht, und: wie eine solche zu erklären ist, werden dadurch!nicht berührt. Aber es zeigt die nähere Zergliederung der)Goetheschen Darlegung, daß dieselbe nicht einfach bestimmt undklar ist, sondern wie man — wenigstens häufig — suchen, ver-gleichen, betrachten, überlegen muß, um überhaupt zu erkennen,was Goethe mit seinen Worten gemeint habe.
Man wird den angeführten Auslassungen Goethes an-nähernd gerecht, wenn man annimmt, daß er als Metamor-phose wesentlich bezeichnen wollte: den Vorgang („Wirkung",dieses Wort also nicht als das von einer Ursache Hervor-gebrachte, sondern gleichbedeutend mit „wirkend", geschehendaufzufassen), am Ende und infolge dessen („wodurch") dasselbeOrgan mannigfach verändert erscheint. Hiermit würde demSatze im Z 6 Genüge geschehen, und das Eigenthümliche in derAusdrucksweise des Z 4 wäre die Setzung des Wortes „Wir-kung" für Vorgang.
Mit dieser Erklärung, wonach also — einfach gesprochen— Metamorphose gleich Umbildung wäre, könnten wir unszufrieden geben; doch glaube ich, daß damit noch nicht völligdasjenige getroffen ist, was Goethe bei dem Worte Meta-morphose vorschwebte. Ich will dies noch genauer darzulegenversuchen, weil auf dieseWeiseam besten die Eigenart Goethesmitihrem angedeuteten wissenschaftlichen Mangel zu Tage treten wird.
Von einem thatsächlichen Vorgang der Veränderung derOrgane ist an der Pflanze nichts zu bemerken; nur ein Ergelmiß,eine Wirkung sehen wir. Dies mag auch Goethe gefühlthaben; und darum hat er wohl — indem er mehr ans dasFertige als auf die nur hypothetisch (oder etwa ideell) vor-handene Veränderung hinblickte — von einer Wirkung gesprochen.Weiter aber kann von einem materiellen Vorgang nicht gesagtwerden: „er steigt wie auf einer geistigen Leiter zu dem Gipfel
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