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Goethe - und noch immer kein Ende! : kritische Würdigung der Lehre Goethes von der Metamorphose der Pflanzen
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. l gehört (die Veränderung eines und desselben Organs); und doch! s was ist die Metamorphose? Ist sie die Ursache der Ver-/ i Linderung? Ist sie diese selbst, also der Vorgang? Oder ist sie! das Ergebniß, der fertige Zustand, den uns die Pflanzengliederinfolge der Veränderung darbieten? Goethe sagt:DieWirkung hat man die Metamorphose der Pflanzen genannt."Schön! Das wäre also der Zustand nach der Veränderung,aber als ein Zustand, der durch die Veränderung desselbenOrgans in verschiedenartige Gestaltungen bewirkt ist. Dochwas heißt es nun, wenn Goethe sagt:Die Wirkung, wo-durch ein und dasselbe Organ sich uns verändert sehen läßt",d. h. wodurch es verändert erscheint? Nimmt man hierzuden Satz:?Die fortschreitende Metamorphose ist es, welchesich von den ersten Samenblättern bis zur letzten Ausbildungder Frucht immer stufenweise wirksam bemerken läßt und durchUmwandlung einer Gestalt in die andere, gleichsam auf einergeistigen Leiter, zu jenem Gipfel der Natur, der Fortpflanzungdurch zwei Geschlechter, hinaufsteigt", so möchte es fast scheinen,als habe Goethe mit jenerWirkung" ein Wirksames ge-meint und als fasse er die Metamorphose als die Ursache derVeränderung oder Umwandlung der Organe auf. Wenigstenskann in dem letzteren Satze die Metamorphose alswirksam"unddurch Umwandlung hinaufsteigend" nicht wohl ein Er-gcbniß, eine Wirkung sein, könnte höchstens den Vorgang, dieVeränderung selbst vorstellen.

Zieht man schließlich das Wort Metamorphose an sich inBetracht, so würde es ebenfalls die Umbildung selber, den Vor-gang der Veränderung bezeichnen.

Es kommt im Grunde genommen nicht darauf an, obGoethe unter dem Worte Metamorphose die Umbildung selbstoder ihre Ursache oder ihre Folge verstanden hat; die Fragen,

um die es sich bei der ganzen Sache handelt: ob eine Ver-

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