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der Natur hinauf". Und hier — meine ich — ist Goethedie Metamorphose wie eine Tendenz oder ein Prinzip erschienen(vergleichbar der in den Pflanzen wirksam sein sollenden Spiral-tendenz, die auch bei Goethe spukt); so daß wir in dem WortMetamorphose eigentlich alles beisammen haben: die wirksameTendenz (Ursache), den Vorgang und das Ergebnis; (Wirkung)der Veränderung. Hiernach wäre denn von einem bestimmten,mehr oder minder scharfen Begriff der Metamorphose bei Goethegar nicht die Rede, sondern bei dem Worte Metamorphose schwebtihm allerlei vor: die Idee, daß die verschiedenen Organe imGrunde dasselbe nur mannigfach veränderte Organ seien, dieVeränderung selbst und eine sie bewirkende Tendenz — und zurBezeichnung des Inhalts dieser seiner Phatasiebilder im all-gemeinen dient ihm das Wort Metamorphose.
Wenngleich ich persönlich die vorangehende Auseinander-setzung für zutreffend halte, so will ich ihre Richtigkeit dochnicht streng objektiv behaupten, weil — trotzdem die angeführtenAnhaltspunkte und Goethes ganzes Wesen, wie ich es verstehe,dafür sprechen — ein Jrrthum doch nicht ausgeschlossen ist,denn direkt ist das, was ich zuletzt ausführte, in GoethesWorten nicht enthalten. Andererseits ist aber auch das gewiß,daß die einfache und klare Auffassung der Go et h eschen De-finition, wie wir sie oben angenommen haben, ebenfalls nichtunmittelbar aus seiner Darstellung hervorgeht.
Wie wir bereits nebenher bemerkt haben, handelt es sichbei der näheren Betrachtung der Metamorphosenlehre um zweiFragen: 1. Giebt es eine Metamorphose? d. h. sind die ver-schiedenen als „Blätter" bezeichneten Organe der höheren Pflanzen(denn wesentlich nur ans diese Organe erstreckt sich die Lehre)von den Keimblättern bis zu den Fruchtblättern als ursprünglichdasselbe Organ zu betrachten und ist eine Umbildung anzunehmcn,
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