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schildern. Ebensowenig besaß er die Knust, die Handlung imDialog wesentlich fortzuführen; es fehlten ihm also gerade dieHaupterfordernisse des Dramatikers. Abgesehen von den Schil-derungen finden sich bewnndernswerthe Einzelheiten, wie z. B. dieSchlußscene im „Manfred", in der sein stolzer Trotz den Dämonengegenüber auch bei der nahenden Vernichtung ungebeugt bleibt;aber im Großen und Ganzen sind die Dramen verfehlt. Sieüben auch auf der Bühne keine Wirkung ans und gelangen dahernur selten zur Aufführung.
Sowohl durch den Schwung seines Geistes als durch dieGewalt der Stimmung war Bhron zur Lyrik berufen. AlleTriumphe, die feine Muse auf anderen Gebieten errungen hat,beruhen auf feiner Bedeutung als Lyriker oder gehören derGrenzscheide an, welche die subjektivste der Dichtungsgattungenden anderen streitig macht, lind doch finden wir vcrhältnißmäßignicht gerade viele lyrische Gedichte, die allein schon feinen Namenunsterblich machen würden. Ich rechne zu denselben nicht den„Traum", so allgemein derselbe auch bewundert zu werden Pflegt;denn die Erinnerungen der Vergangenheit scheinen mir darin zukünstlich heraufbeschworen. Am höchsten stelle ich die Gedichte,welche sich dem einfachen Licderton nähern, wie z. B. diean Thyrza. Auch das bekannte l'aro tllov voll will ichgelten lassen, obgleich die Veröffentlichung nicht zu recht-fertigen war. Als eins der schönsten Lieder führe ich das der
Medora im „Korsar" an:
In Scelenticfen hold Geheimnis; lebt.
Einsam, das selten nur ans Licht sich ringt,
Wenn sich mein Herz, das dein' erwidernd, hebt,
Bis zitternd es dem Tone gleich verklingt.
Es brennt darin, wie in der Grnst ein Licht,
Ewig die schwache Flamme nngesehn;
In der Verzweiflung Nacht erlischt sie nicht,
Ob matt ihr Strahl und leicht scheint zu verwehn.
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