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Die experimentelle Psychologie der Gegenwart in Deutschland
Entstehung
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SCHLUSS.

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richtet sich die Farbenempfindung nach der Schnelligkeitder AetherSchwingungen und der Länge der Wellen.Wenn wir alle Hypothesen über die Umwandlung desNervenproccsses bei Seite lassen und uns nur an dieThatsachen halten, so ist es kaum möglich, einen Be-wusstseinszustand als einfach zu betrachten, welcher mitseinen unmittelbaren Bedingungen wechselt. Aendertsich der Reiz, so ändern sich auch der Nervenprocess(wahrscheinlich die molecularen Bewegungen in denNerven und den Ganglienzellen) und die Empfindung.So sucht also das physiologische Experiment mit Hülfeder subjectiven Analyse in der geistigen Welt etwas denAtomen der physischen Welt Analoges nachzuweisen.Allerdings kann man sagen, die Psychologie habe sichmit diesen Elementen der Elemente nicht mehr zu be-schäftigen, als Physik und Chemie mit der Untersuchungder Atome; dies sei eine letzte Frage, welche sie aufUmwegen wieder der Metaphysik zuführen würde, undsie habe nur von den für sie einfachen Empfindungenauszugehen, wie die physikalisch - chemischen Wissen-schaften von sogenannten einfachen Körpern und ihrenelementaren Eigenschaften ausgehen. Aber die Unter-suchungen der physiologischen Psychologie werfen trotzdemLicht auf diese gelieimnissvollc Werkstatt, aus der das Be-wusstsein hervorgeht. Denn hier giebt es nur zwei Mög-lichkeiten: entweder muss man mitLeibniz sagen, dassweil hunderttausend Nichts immer Nichts bleiben, diesogenannte einfache Empfindung aus einer Summe vonelementaren Zuständen hervorgeht, welche durch ihre zugeringe Stärke oder ihre zu kurze Dauer aus dem Be-wusstsein ausgeschlossen bleiben; oder man muss an-nehmen, dass die sogenannte einfache Empfindung auseiner Synthese heterogener Elemente herrührt und zu