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DIE DEUTSCHE PSYCHOLOGIE.
gliedert sind — auf das innerste Wesen der Vorgänge,die das Seelenleben bilden, schon von selber zurückkom-men. Durch die Sinne, durch die Körperbewegungen, stehtdie Seele in fortwährender Verbindung mit der Aussen-welt. Auf die Sinne und auf die Bewegungen könnenwir nach Willkür äussere Einwirkungen anwenden, dieErfolge beobachten und aus diesen Erfolgen Rückschlüssemachen auf die Natur der psychischen Processe. DieUrsachen der Erscheinungen, die Kräfte der Bewegungenkönnen wir an sich selbst niemals und nirgends messen —wir können sie nur messe n a n ihre n W i r -k unge n.
„Der Physiker misst die bewegenden Kräfte an denBewegungen. Aus der Beobachtung dieser macht erRückschlüsse auf die an sich selbst niemals sinnlichwahrnehmbaren Gesetze, nach denen die Kräfte wirken.Auch die psychischen Functionen messen wir an denWirkungen, die sie hervorbringen oder von denen siehervorgebracht werden, an den Sinneserregungen, an denkörperlichen Bewegungen. Was wir aber durch Experi-ment und Messung bestimmen, das sind auch hier nichtbloss diese äusseren Wirkungen, sondern es sind die Ge-setze der Seele selber, aus denen die Wirkungen entspringen.
„Insoweit eine Seelenlehre als Naturwissenschaftexistirt, liegt fast die ganze Begründung derselben aufdem Gebiete experimenteller und messender Untersuchun-gen. Manche dieser Untersuchungen sind schon sehr alt,aber sie sind nicht von Psychologen, sondern von Physi-kern, Astronomen, Psysiologen oft nur nebenbei geführtworden; meistens hat man ihre psychologische Bedeutungsogar gänzlich misskannt!)“.
x ) Yorl. üb. tl. Menschen- und Thierseele, Vorrede.