WUNDT.
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Diese so klare Erörterung bedarf nur in einem Punkteder näheren Erläuterung: die Gesetze, welche die Er-scheinungen beherrschen und deren Kenntniss allein dieWissenschaft ausmacht, müssen im „Unbewussten“ gesuchtwerden, in „jener geheimen Werkstätte, wo der Gedankeungesehen seinen Ursprung nimmt.“ Was dieser Aus-druck bedeutet, dessen etwas mystisches Aeussere schlechtzu der positiven Methode zu passen scheint, wird sichim Verlaufe dieser Arbeit noch ergeben; an dieser Stellemag es genügen, wenn wir kurz seinen wahren Sinn fest-zustellen und zu zeigen suchen, dass er einen positivenWerth hat.
Es ist bekannt, dass unsere Vorstellungen und imAllgemeinen unsere Bewusstseinszustände sich associiren.Von dieser durch die Beobachtung gegebenen Thatsachemüssen wir stets ausgehen und es ist das erste wissen-schaftliche Bestreben nachzuweisen, dass diese Associatio-nen nach bestimmten Gesetzen oder Verhältnissen statt-finden. Wenn Wundt nun den Grund dieser Gesetze imUnbewussten sucht, so will er damit sagen, dass diewissenschaftliche Erklärung der geistigen Erscheinungenin den sie bedingenden physiologischen oder physikalischenErscheinungen zu suchen sei.
2. Wundt’s psychologische Arbeiten zerfallen inzweiTheile; der eine und grössere ist der physiologischen,d. h. experimentellen Psychologie gewidmet; der andereder reinen Psychologie, d.li. denjenigen Fragen, für welchedas Experiment direct nicht zu verwerthen ist. Wirwollen sein ganzes Werk durchlaufen und mit den Em-pfindungen den Anfang machen.
„Indem wir die Betrachtung des inneren Geschehensmit den einfachsten Erscheinungen desselben zu beginnen