WUNDT.
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mentes zurückgeht auf die einfachen Gesetze, die jeneErscheinungen beherrschen, thut auch er nichts anderes,als dass er gleichsam den unbewussten Hintergrund desGeschehens dem Auge enthüllt. Der Process, der jenseitsdes Bewusstseins liegt und aus dem der einzelne bewussteAkt hervorgeht, verhält sich zu diesem wie das verborgeneNaturgesetz zu der offen in die Anschauung tretendenNaturerscheinung.
„Mit dem Experiment geht die Messung Hand inHand. Maass und Wage sind die zwei grossen Hülf's-mittel, deren sich die experimentelle Naturforschungimmer bedienen muss, wenn sie zu sicheren Gesetzen ge-langen will. Seit das Experiment entdeckt ist, sind auchMaass und Wage in der Wissenschaft eingebürgert.Maass und Wage geben überall der Wissenschaft ihrenAbschluss. Die Messung erst findet die Konstanten derNatur, jene festen Zahlen, die alles Geschehene beherrschen.Jede Messung kann ihre Resultate in Zahlen ausdriieken.Die Zahlen sind aber nicht der Zweck der Messung, son-dern sie sind das unentbehrliche Mittel zum letzten Zweckder Untersuchung, denn erst die Zahlen können eineEinsicht in die Gesetze des Geschehens eröffnen.
„Doch wie ist es möglich, wird man fragen, an derSeele, die sich ja ganz unserer sinnlichen Anschauungentzieht, Experimente anzustellen? Wie ist es möglich,dieses immaterielle Wesen auf die Wage zu legen odermit irgend einem Maasstabe zu messen? — Aber dertreibende Grund der Erscheinungen entzieht sich überallunserer sinnlichen Anschauung. Es handelt sich nur, dieErscheinungen selber zu fassen. Sind auch bloss dieäusseren Wirkungen und Bedingungen des Seelenlebensdem Versuch zugänglich, so werden wir — wenn nur ein-mal diese Wirkungen und Bedingungen hinreichend zer-