FECHNER UND DIE PSYCHOPHYSIK.
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setzen der Erleuchtung einer schwarzen Wand durcheine Stearinkerze in etwa 2,5 m Entfernung. Um dieseReizeinheit praktisch zu benutzen, und dem Maasse derEmpfindung zu Grunde zu legen, hat man nur alleübrigen Lichtintensitäten mit dieser Reizeinheit zu ver-gleichen. Dies lässt sich sehr leicht ausführen, weil mandas Eigenlicht des Auges auf eine objective, mithin mess-bare Lichtintensität zurückgeführt hat.
Temperatur empfind ung. Hier begegnen unsSchwierigkeiten ganz anderer Art als beim Gesichtssinn.Dass unsere Haut nicht fortwährend Wärmeempfindungenhat, daran ist kein Zweifel. Es muss sich also auch be-stimmen lassen, um wie viel diejenige Hauttemperatur,bei welcher keine Wärme- oder Kälteempfindung besteht,erhöht oder erniedrigt werden muss, damit die Wärme-oder Kälteempfindung eben merklich wird. Nun setzensicli aber dieser Bestimmung zwei Schwierigkeiten ent-gegen. die bis jetzt noch nicht völlig überwunden wordensind: erstens sind unsere Hautnerven gerade bei der-jenigen Temperatur, wo noch keine Wärmeempfindungstattfindet, so empfindlich, dass wir eine Erhöhung oderErniedrigung der Temperatur schon wahrnehmen, nochehe die jetzt gebräuchlichen Thermometer sie mit hin-reichender Schärfe nachweisen können; zweitens ist jeneTemperatur, bei welcher keine Empfindung vorhandenist, und welche also einem Reize Null entspricht, für dieverschiedenen Theile des Körpers nicht dieselbe undvielleicht sogar für eine und dieselbe Hautstelle veränder-lich. Für die Wärmeempfindung der Hände kann manannehmen, dass 19° C. dem Zustand des ungereiztenNerven entspricht, und dass eine Erhöhung oder Ernie-drigung dieser Temperatur um Vs 0 C. eine eben merklicheWärme- oder Kälteempfindung veranlasst. Uebrigens
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