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DIE DEUTSCHE PSYCHOLOGIE.
unser Auge selbst die Lichtquelle, deren Intensität wirmessen wollen. Wir wollen diese vergleichen mit derIntensität irgend eines andern Lichtes von bekannterStärke. Wir stellen zu diesem Zwecke im dunklen Raumeden verticalen Stab vor dem Hintergründe auf, in einigerEntfernung davon das Licht, das zum Maasse dient, sowiedas Licht, welches gemessen werden soll, nämlich unsereigenes Auge. Wir betrachten nun den Schatten, welchender Stab auf der Wand entwirft, während wir gleichzeitigdas Licht in immer grössere Entfernung von derselbenbringen lassen. Der Schatten wird infolge dessen immerschwächer und erreicht schliesslich einen Punkt, wo ergar nicht mehr gesehen wird. An diesem Punkte wirdder vorher beschattete Theil der Wand, d. h. derjenige,der bloss von dem Augenlicht beleuchtet wird, nichtmehr dunkler gesehen, als der übrige Theil der Wand,der ausser von dem Augenlicht noch von dem äussernLicht erleuchtet ist. Das ist also genau der Punkt, wodas äussere Licht so abgeschwächt wurde, dass es keinenmerklichen Empfindungszuwachs zu dem Eigenlicht desAuges mehr bewirkt. Nun haben wir aus den früherenVersuchen erfahren, dass bei den Gesichtsempfindungenein Reizzuwachs immer dann eben merklich wird, wenner Vioo von der Intensität des Augenlichtes ist. DasLicht würde demnach, da die Intensität mit dem Quadratder Entfernung abnimmt, die Wand in y 10 jener Ent-fernung gerade so erleuchten, dass die Intensität dieserErleuchtung der Intensität des Augenlichtes gleich wäre.Volkmann benutzte bei seinen Versuchen einen Grundvon schwarzem Sammet und eine gewöhnliche Kerze undfand, dass bei etwa 2,5 m die Erleuchtung dem Eigenlichtdes Auges gleich war. Man kann also die Stärke desEigenlichts oder die Reizeinheit des Lichtes gleich-