BENEICE.
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Philosophie cles Geistes gegenüberstellt, indem sie dereinen alles, was durch die Sinne wahrgenommen, derandern alles, was durch das Bewusstsein aufgefasst wird,zuweist, so dass die Psychologie die Grundlage der soge-nannten moralischen Wissenschaften bildet, und in ihnenihre Ergänzung und Vollendung findet. „Fragt mannach dem Gegenstände der Psychologie, so lautet dieAntwort zunächst ganz einfach: ihr Gegenstand ist, wasDu in Dir findest, oder was Dir Dein Selbstbewusstseinzeigt“ (Einleitung §. 1). Ihre langsamen Fortschrittelassen sich aus ihrer -Natur und ihrer grundlegendenStellung erklären. Wegen ihres umfassenden Charakters(da die Thatsachen des Bewusstseins die Grundlage vonAllem sind) hat die Psychologie immer in enger Be-ziehung zur Metaphysik gestanden, durch welche sie inendlose Streitigkeiten verwickelt und dadurch an derErfüllung ihrer eigentlichen Aufgabe gehindert wurde,zumal sie ausserordentlich schwierige und verwickelteErscheinungen erforscht.
Diese Schwierigkeiten können nur mit Hülfe vonBeobachtung, Induction, Hypothesen, Aufstellung von Ge-setzen und Deduction, kurz mit Hülfe der naturwissen-schaftlichen Methode überwunden werden. Soweitunterscheidet sich die Lehre Beneke’s, so original sieseinen Zeitgenossen in Deutschland auch scheinen mochte,nicht von den Lehren, welche damals in Edinburgh,Glasgow und Aberdeen vertreten wurden. Der Unter-schied zwischen beiden besteht darin, dass Benekeein ebenso heftiger Gegner der Lehre von den Seelen-vermögen ist, wie Herhart. Sein Hauptbestreben undsein grösstes Verdienst bestehen darin, dass er die psychi-schen Zustände so viel wie möglich auf ihre Elementezurückführt. Sein hervorragend analytischer Geist sucht