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DIE DEUTSCHE PSYCHOLOGIE.
eine gute Anzahl von Schriften das Gepräge seiner Ge-danken !).
Die meisten von den achtundzwanzig Werken, welcheer hinterlassen hat, sind der Psychologie gewidmet, dochberühren sie auch verschieden ganz andere Gebiete, wieMetaphysik, Religion, Sittenlehre, Pädagogik u. s. w.
Sein „Lehrbuch der Psychologie als Naturwissen-schaft“ umfasst den Hauptinhalt seiner Lehre, und diegrosse Anzahl von Anmerkungen, welche J. G. Dressier,der Herausgeber, jedem Paragraphen hinzugefügt hat,setzen den Leser in den Stand, ohne Mühe alles zu sam-meln, was Beneke über eine bestimmte Frage geschrie-ben hat.
Beneke schreibt der Psychologie eine grosse Be-deutung zu und leitet im Gegensatz zu Her hart, wel-cher die Psychologie auf die Metaphysik gründet, dieMetaphysik aus der Psychologie ab. Er kommt in vielerBeziehung der eigentliümlichen Auffassung der schotti-schen Schule nahe, welche die Naturphilosophie der
P Eduard Beneke ist am 17. Eebruar 1798 zu Berlin ge-boren. Er machte den Krieg- von 1815 mit, studirte Theologieund Philosophie und wandte sich den Lehren Eries’, Schleie r-macher’s, Kant’s und Jacobi’s zu, sowie der damals inDeutschland noch wenig verbreiteten englischen Philosophie desachtzehnten Jahrhunderts; auch ist Herbart im Ganzen nichtohne Einfluss auf ihn geblieben. Er habilitirte sich dann an derBerliner Universität, wurde jedoch in Folge der Veröffentlichungseiner „Grundlegung zur Physik der Sitten, ein Gegenstück zuKant’s Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, mit einem An-hänge über das Wesen und die Erkenntnissgrenzen der Vernunft“(1822), auf Betreiben Hegel’s removirt. 1824 ging er als Privat-docent an die Universität Göttingen, fand aber später Mittel,nach Berlin zurückzukehren, wo er bald nach Hegel’s Todeeine ausserordentliche Professur erhielt. Er starb am 1. März1854 zu Berlin.