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DIE DEUTSCHE PSYCHOLOGIE.
allgemeinen Cultur und Civilisation leitet er aus demKlima, den Wanderungen und den religiösen Anschauun-gen ab, die Hauptursache ist jedoch das Klima, als dasursprünglich verschiedene, aus dem alle anderen Unter-schiede in Bezug auf Nahrung, Kleidung, Beschäftigungund Staatsform, mit logischer Nothwendigkeit sich er-gehen.
Der Leser sieht, dass mehrere dieser Behauptungenheute nicht mehr aufrecht erhalten werden können oderdoch anders gefasst werden müssen. Dagegen bleibendie fünf Bände, welche die descriptive Anthropologieenthalten, für das Studium der Naturvölker die schönsteZusammenstellung von. Thatsachen, die wir, von Mono-graphien abgesehen, besitzen. Durch die Specialforschun-gen ist Waitz’s Werk an mehreren Stellen ergänztoder berichtigt, aber keine Gesammtarbeit hat es zu er-setzen vermochti). Er hatte kein einziges von den Völ-kern, welche er beschreibt, besucht, sondern den Reisen-den aller Länder die Thatsachen entlehnt, und das Ver-zeichniss seiner Lectüre in dieser Beziehung ist unge-heuer. Niemand hatte überdies ein lebhafteres Gefühlfür die Grösse und Schwierigkeit des Unternehmens.Um sein Werk vollenden zu können, wünschte er sich,wie Gerl and berichtet, die vereinigten Kräfte des Zoolo-gen, Geologen, Psychologen und Sprachforschers. Sein
J ) Der zweite Band behandelt die Neger, Nubier, Abessynier,Gallas, Kaffern, Somalis u. s. w. in Bezug auf ihre materielleCultur, ihr Familienleben, ihre politische Organisation, ihre Sitten,Religion und ihren Charakter. Ein gleiches Studium ist den Ur-bewohnern Amerikas gewidmet, von den Eskimos bis zu denAraukaniern und den halbcivilisirten Völkern Mexicos, Perusund Central-Amerikas. Die beiden letzten Bände, welche denoceanischen Stämmen gehören, sind grösstentheils das WerkGeorg Gerland’s.