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Die experimentelle Psychologie der Gegenwart in Deutschland
Entstehung
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herbaets schule.

sclienrassen; das Uebrige wird fortgelassen oder nuroberflächlich berührt. Bei Waitz ist das Charakteristi-sche, dass er sich überall an die psychologische Seitegehalten, dass er sich zur Hauptaufgabe gemacht hat,was die anderen Anthropologen nur im Vorbeigehen er-wähnen.

Sein Werk ist jetzt unleugbar überholt, besondersder erste Band, welcher ausschliesslich den allgemeinenFragen gewidmet ist und unglücklicher Weise wenigeMonate vor derEntstehung der Arten erschien. Auchder ziemlich umfangreiche psychologische Theil dieserEinleitung (S. 276 u. f.) ist veraltet. Dieser beschäftigtsich vornehmlich mit zwei Problemen: Giebt es ein

specifisches Merkmal des Menschen? und: Existiren spe-cifisclie Unterschiede zwischen den Menschenrassen? 1 ).

Auf die erste Frage antwortet Waitz, dass dieeigenthümlichen psychischen Merkmale des Menschensich nicht in eine einzige Formel, wie etwa die Vervoll-kommnungsfähigkeit, zusammenfassen lassen. Er gruppirtsie unter vier Gesichtspunkte: Der Mensch unterwirft

sich die Natur durch seine Arbeit; er gebraucht die arti-culirte Sprache; er hat Begriffe, welche die Grundlagedes socialen Lebens sind; er hat religiöse Vorstellungen.

Die zweite Frage suchte Waitz durch ein eingehen-des Studium der psychischen Unterschiede der Men-schenrassen in Rücksicht auf ihren Schädel zu lösen.Er fand, dass hieraus sich nichts entnehmen lasse undschloss, dass es keinespecifisclien Unterschiede der Men-schenrassen in Rücksicht des geistigen Lebens gebe(I, S. 393). Die gewaltigen Verschiedenheiten in der

fl Ein- Waitz handelt es sich hier natürlich nur um diepsychologische Seite der Frage.

Eibot, Psychologie.

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