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Geschichte des ersten Kreuzzuges
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der italienischen Flotten und die engere Verbindung mit Antiochien,Edessa und Tripolis bezeichnen, so wie andererseits die Spaltungenunter den seldschnkischen Fürstenthümern und der Verfall des ägyp-tischen Reiches die Aussichten der Saracenen mehr und mehr ver-ringerten. Ich wiederhole hier, es wäre ungerecht, Gottfried ausseinen geringen Erfolgen einen Vorwurf zu machen, aber das Ver-dienst seiner Nachfolger würde man ebenso grundlos beeinträchtigen,wenn man ihn und nicht Balduin I. für den rechten Gründer, sowie Balduin II. für den Vollender dieser Monarchie ansehen wollte.

Sogleich wird sich uns dasselbe Resultat aus einem anderen,nicht minder wichtigen Gesichtspunkte ergeben.

Bald nachdem Boemund und Dagobert Laodicea verlassen hatten,entschloß sich der erstere, jetzt, nachdem die heilige Stadt in christ-liche Hände gekommen war, persönlich sein Gelübde zu erfüllen, undan dem Grabe des Heilandes dem Himmel für so viele Erfolge zudanken?) Er forderte den Grafen Balduin von Edessa zur Begleitungauf, der, nachdem er die Angelegenheiten seines Landes geordnet, mitzahlreichem Gefolge im Anfang November, Antiochien vorüber, nachLaodicea kam und in Valenum sich mit Boemund und Dagobertvereinigte. Der Ruf ihres Zuges hatte sich weit umher verbreitet;eine Menge der in jenen Gegenden ansässig gewordenen Frankenstieß zu ihnen; noch lag jene Pisanische Flotte in Laodicea, und auchderen Bemannung schloß sich ihnen zum Theil an; so wuchs dieZahl dieser Pilger bis auf 25000 Menschen. Sie nahmen den Wegdes großen Kreuzheeres, hatten aber mit harten Entbehrungen zukämpfen. Das Land und seine Bewohner hielten sich feindlich; aufdem ganzen Wege bis Jerusalem lieferten nur zwei Städte, Tripolisund Cäsarea, und diese nur zu den höchsten Preisen, die nöthigenLebensmittel. Jndeß kamen sie am 21. December 1099 in Jerusalman, feierten den Weihnachtsabend in Bethlehem und blieben bis Neu-jahr in der Hauptstadt. Diese wenigen Tage wurden nun durchein Ereigniß bezeichnet, welches in der Geschichte Jerusalems ^rviele Jahre Epoche machte, die Absetzung des Patriarchen Arnulfund die Ernennung des Erzbischofs Dagobert zu dieser Würde?)

1) kUIolrsr x. 401.

2) ^It>. x. 295 giebt Nachricht von den Bestechungen, durch welche Dagobertseine Würde erlangt, von den Untcrschlcifen, die er sich früher zu Schulden