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Geschichte des ersten Kreuzzuges
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dabei Kirchen und Klöster gründet und nach Vermögen beschenkt, istseiner Sinnesart vollkommen entsprechend. Gottfried ernennt ihnzum Fürsten von Galilea und belehnt ihn mit Liberias und Caiphas.So gering seine Erfolge auch waren, er hat doch Fortschritte ge-macht, beträchtlich genug für den Anführer von 80 Rittern.

Die übrigen Territorien, über die der Herzog gebieten konnte,sind noch längere Zeit nachher unmittelbare königliche Besitzungen:von allen später vorkommenden Baronien ist und auch das nurnach Albert's Zeugniß das einzige St. Abraham durch Gottfriedausgeliehen worden. Gerhard von Avesnes erhielt es nach seinerFreilassung zum Lohne für seine Leiden in Arsus. Die übrigen inPalästina befindlichen Edlen erscheinen demnach als bloßes Dienst-gesolge des Herzogs^, vielleicht mit einzelnen Gütern um Jerusalembelehnt, vielleicht nur auf Sold, Beute und Heerbesehl angewiesen?)Besonders hervorgehoben wird Werner von Greis, ein lothringischerEdelmann, wahrscheinlich Burggraf oder Castellan des Davidthurmes,der Citadelle von Jerusalem?) Albert nennt uns einen Mundschenken,einen Truchseß, einen Kümmerer des Herzogs^), die Existenz solcherAemter ist höchst glaublich, doch ist die Vorstellung der späterenReichswürden völlig davon fernzuhalten?) Da Albert deren Inhabernur als Ritter aufführt, so kann man ebenso wohl (sogar an unfreie)

von Caiphas nicht mehr erlebt, wie Albert hier richtig angiebt und durch dieIrsnslstio 8. Xioolsi (Hagcnmeyer, Ekkehard S. 380) bestätigt wird.

1) Os clouro ciuois sagt auch Albert, vcrgl. Willen Bd. II. p. 71, wo eineStelle aus Alberich scl s. 1104 angeführt wird: s ksruilis xriuvixuin guiiruinstsrislss cbsuutur.

2) Wenigstens unter Balduin kommt oft eine ebsutsls ooucluvtitis, Sold-trnppen neben den Vasallen vor. Oulsbsr x. 436 und sonst.

3) So erscheint er wenigstens in dem Briefe des Patriarchen Dagobert.LVUI. X. 4.

4) LViruüeus xiuesrus äueis VII. 24. Oottriäus Osinsrsrius, LIg.tbs.suscisprksr illius VII. 30.

5) Der erste Connetable des Reiches ist z. B. Eustach Garncr LVill. XII.17, nach der Gefangennehmung König Balduin II. zu dieser Würde als Reichs-Verweser ernannt. Daß er es früher nicht gewesen, zeigt die Urkunde von 1120bei LV1U. XII. 13, wo er nur seinen Namen ohne Titel unterschreibt,während ein Ritter Barisanus als ooustsbulsrius loxps ausdrücklich genanntwird. Von jenen Hausämtcrn gehörte auch später nur der obsinbsrlsiu zuden Reichswürdcn.