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Geschichte des ersten Kreuzzuges
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zu setzenl): und städtische Behörden werden unwahrscheinlich, wennWilhelm von Tyrus die Königin in dringender Noth nur mit altenund erfahrenen Leuten, nicht etwa mit Visconte und Zuraten Maß-regeln nehmen laßt?) Ueber Neapel und Liberias, die einzigenStädte, über die sich Gottfried's Herrschaft noch erstreckte, fehlenuns alle Nachrichten.

Die Ansicht, die hiernach von Gottfried's bürgerlichen Institu-tionen zu fassen ist, erscheint nicht mehr zweifelhaft. Die erstenGrundlagen zu dergleichen waren vorhanden, aber wie beschränkt,wie wenig erkennbar mußten sie unter solchen Umständen ausfallen.In welchen Betracht konnte eine städtische Behörde kommen, wennkeine Bürger, die sie vertrat, vorhanden waren? wie hätte manmunicipale Rechte organisiren können, wo die Menschen fehlten, diesie genießen und ihre Existenz danach ordnen sollten? Was denaristokratischen Theil des Reiches angeht, die Lehensarmee und dieVerhältnisse der ritterlichen Vasallen, so erscheinen sie nicht minderunbedeutend: der Körper ist so geringfügig, daß ein gesetzgebender,administrativer Geist kaum in den schwächsten Regungen darin leben-dig werden kann. Im Norden des Landes sucht sich Tancred eineHerrschaft zu gründen, wie wir denn vorher Albert's Berichte überseine Kriege gegen Damaskus anführten. Freilich zeigen beglaubigteNachrichten") uns seine Thaten in einem anderen Lichte und in der-selben Weise, die wir bisher als die ihm gemäße anerkannten. Erunternimmt nichts, was man rechten Krieg nennen möchte, an: wenig-sten in dem Sinne des Friedens und der Deckung einer Reichsgrenze.Mit 80 Rittern das ist seine ganze Macht streift er umher,bald gegen Damascns, bald gegen Arabien beschäftigt: Raub undBeute ist sein einziges Ziel: ist ihm einmal ein Fang gelungen, sokommt er, wie es heißt, das arme Jerusalem damit zu bereichern.Endlich befestigt er sich in Bethsaida, nicht weit von Caiphas ent-fernt; darauf bedrängt er ohne Rast und Unterbrechung den letztge-nannten Ort, bis er ihn zur Ergebung genöthigt hat?) Daß er

1) LlOesb. 1. v.

2) IVill. X. 18, Fulcher p. 412, der hier Quelle ist, hatte nur allgemeindie iillmbitnutss lopxs genannt.

3) Raä. e. 139, mit einigen Zusätzen in der tust. b. 8. e. 134.

4) Die obigen, ebenso tVili. IX. 13. Gottfried hat die Einnahme