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belagerte. Zwei Angriffsthürme wurden verbrannt; nach vielemVerluste und nutzloser Mühe mußte sich Gottfried zur Aushebungder Belagerung entschließen, um die Mitte December 1099. Dochließ er in. Ramla eine Besatzung von 100 Rittern und 200 Mannzu Fuß, um der feindlichen Stadt so vielen Schaden als möglich zu-zufügen. Als aber die Einwohner fortdauernd auf der Hut waren,und kaum die Verwüstung der Umgegend gelang, kehrten jene Streit-kräfte nach Verlaus von zwei Monaten wieder nach Jerusalem zu-rück. Mitte Februar 1100 erneuerte man aber die Feindseligkeiten,wieder von Ramla aus, dieses Mal mit solchem Erfolge, daß dieEinwohner Hülfe von Aegypten begehrten und eine Besatzung von300 Mann erhielten. Bald daraus wurde auch diese besiegt, undnun bat die Stadt um Frieden, überlieferte ihre Schlüssel und ver-sprach einen jährlichen Tribut?)
Sogleich wandte nun Gottfried seine Blicke weiter aus Askalon;gegen dies bedurfte man eines Anhaltspunktes an der See, undGottfried wählte Joppe zu diesem Behuse aus. Die Stadt wurdebefestigt, der Hafen, längst nicht mehr gebraucht, wiederhergestellt;es dauerte nicht lange, so strömten aus allen Landen christliche Schiffeherbei; die Saracenen der Umgegend sahen ihren sicheren Ruin vorAugen. Sie wußten nichts Besseres, als Frieden und Freundschaftzu suchen; Askalon, Cäsarea und Ptolemais versprachen ansehnlicheGeschenke und einen monatlichen Tribut von 5000 Byzantinern.Der Herzog nahm das an; bald daraus kamen die Fürsten Arabiensunter ähnlichen Vorschlägen um Waffenstillstand ein; die FurchtGottfried's, sagt Albert, lag schwer auf allen Ländern und Reichender Ungläubigen. Nicht minder läßt er erkennen, daß die Frankendas Meer völlig beherrschten; er berichtet?): Gottfried schloß jeneVerträge nur für das Festland, und untersagte den Heiden allenVerkehr zu Wasser. Aufseher und Wachen waren aus dem Meere,um das Einlaufen der Schiffe in die saracenischen Städte zu ver-hüten, damit diese nicht Kraft gewännen, sich gegen das Reich zuerheben. Wenn aber Saracenen von Aegypten oder Asrica an-langten, so wurden sie von den Rittern des Herzogs mit ihren
1) S. 296, 297.
2) tO. VII. e. 14.
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