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das Ganze ist ungegründet; der König des heiligen Grabes sollteeben um die Rettung des neuen Reiches das letzte umfassende Ver-dienst haben.
Nach der Schlacht sandte Raimund an den Befehlshaber derStadt, in der sichern Hoffnung, ohne Anstrengung derselben sichbemächtigen zu können. In der That war die Muthlosigkeit daselbstvollkommen; wir erinnern uns, daß die Seldschuken des David-thurmes dorthin gezogen waren, und diese steckten die Zeichen ihresRetters, des Grafen von Toulouse auf?) Raimund erhob sogleichdie Behauptung, nach der feststehender Sitte sei die Stadt nun seinEigenthnm; ehe man noch seinen Einzug gehalten, nahm aber Gottfriedsie für die Krone in Anspruch. Die übrigen Fürsten, diesmal un-bedenklich über die Lage der Dinge, bestätigten die Meinung desGrasen, allein Gottfried war zu keinem Nachgeben zu bewegen. St. Gilleswar auf das Aeußerste erzürnt, er erklärte sogleich hinwegziehen zu wollen;und verwirklichte, als der Herzog fest blieb, seine Drohung. DieAskalo-niten, natürlich von dem Streite und seinen Folgen unterrichtet, ver-weigerten daraus die Uebergabe, und die gegen Aegypten so höchstwichtige Stadt ging verloren, ehe sie gewonnen worden war. Orderichsagt, den Herzog lobe ich sehr, aber hierin lobe ich ihn nicht; imdes scheint gewiß, daß nach allen rechtlichen Begriffen der Graf nurbegründete Ansprüche erhob?) Noch stand er, trotz der KönigswahlGottfried's, zu ihm in vollkommener Gleichheit und freier Bundes-
1) Den besten Bericht über diesen Vorgang hat Oräsrio. Vit. x. 759.Seine sonstigen Angaben sind zwar sehr gemischter Natur, indeß wird er hierbestätigt durch Laä. v. 138. Letzterer macht den Fehler, den Streit zwischenden beiden Fürsten aus Raimund's Aerger, daß er nicht König geworden, ab-zuleiten. Allein das Factum selbst giebt er richtig. Auch die Notiz bei Laiin.x. 182, tune (gleich nach der Schlacht) xlaouit eonnti Lairnunäo, nt mitterstLoalnunäuin gusnäaoa Vureuin Aknsre, aä ^äiniravis sto. obgleich sie mittenin der Erzählung abbricht, beweist, daß Raimund früher als alle andere FürstenUnterhandlungen anknüpfte.
2) Es ist bekannt, daß nach der gewöhnlichen, auf ^.lb. x. 289 beruhendenVersion die Sache in einem ganz anderen Lichte dargestellt wird. Gottfriedschließt die Stadt ein, sie will sich ergeben, in der Nacht überredet sie Raimund,noch voller Zorn über den Thurm Davids, gegen den Herzog Stand zu halten.Gottfried soll in dieser Tradition einmal für allemal zu Ehren kommen.