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dazwischen gingen einzelne Priester zu ihm heran, und offenbartenihm die tröstlichsten Visionen, nur Jerusalem solle er zuerst einnehmen,dann werde auch Tripolis ihm zufallen. Raimund, sagt sein Caplan,nahm diese Worte an, in seinen Worten nämlich, aber nicht in seinenWerken, denn mit Schlägen und Schmähreden plagte er die Seinigentäglich. Kurz er begriff wohl, daß er die entscheidendste Niederlageerlitten, daß all seine Kraft und Mühe der Abneigung einer unge-lenken Masse, dem Widerstand der normannischen Politik, endlich demfest ausgesprochenen Willen religiöser Begeisterung erlegen war. Erfügte sich nach seiner Weise; er folgte den Siegern, aber mitgrollender Brust, vor Allem dem Herzog von Lothringen abgeneigt,der noch zuletzt den Aufruhr des Heeres unheilbar gemacht hatte.
So hatte die asketische Gesinnung, aus welcher am Ende dieserganze Krieg beruhte, einen vollständigen Sieg errungen. Die welt-lichen Interessen, welche zuerst Boemund und dann der Graf vonToulouse ihr aufgenöthigt hatten, waren von Grund aus beseitigt,die übrigen Fürsten, die sich dem Uebergewicht jener beiden nicht zuentziehen vermocht hatten, athmeten aus, als sie von nun an denWirkungskreis des Einen verließen, und die Kraft der Volksmengeden Willen des Anderen gebrochen hatte. Ohne Aufenthalt ging manseitdem aus die Befreiung des heiligen Grabes, auf die Erreichungdes einzig beseligenden, mystischen und himmlischen Zieles hin.