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Geschichte des ersten Kreuzzuges
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zur Herrschaft zu verhelfen. Ein Priester, Stephan von Valenünois,hatte ausgesagt, der Bischof von Puy sei ihm mit dem Geheißeerschienen, gewisse Reliquien aus Laodicea abzuholen und sie mitder heiligen Lanze dem Heere aus seinem weiteren Marsche vorzutragen.Graf Raimund, der sich bereitwillig in solche Aufträge zu fügenpflegte, sandte Wilhelm von Monteil, den Bruder des verstorbenenBischofs, nach Laodicea, der hier den Befehl vollsührte und mitjenen Reliquien in den ersten Tagen des Mai im Lager eintraf.Die Provenzalen empfingen ihn mit größter Begeisterung; sie saheneine neue Begünstigung des Himmels; plötzlich wurden sie inne, nurdurch schleunigen Ausbruch nach Jerusalem könnten sie derselbenwürdig werden, und nun entlud sich die lang verhaltene Sehnsuchtmit wilder Rücksichtslosigkeit. Man müsse Arkas verlassen, war derallgemeine Ruf; gegen den Willen des Grafen, selbst gegen den derübrigen Fürsten, zündeten sie ihre Zelte an und zogen in unordent-lichen Massen von dannen. Raimund sah, was ihm diese Bewegungzu bedeuten hatte; er weinte Thränen des Grimmes und der Wuth;er zürnte auf sich und die Seinen, mehr als auf die Gegner: eswar aber Alles vergebens. Der Herzog von Lothringen, der bisdahin nur in Discussionen thätig gewesen, hielt jetzt dafür, es seidie Stunde zu weiterem Handeln gekommen: er ging umher in demLager, und ermahnte die Truppen, an ihrem lobenswürdigen Ent-schlüsse sestzuhalten?) Raimund's Mittel waren zu Ende; die Be-lagerung wurde aufgehoben und das Heer zog gegen Tripolis, am13. Mai 1099?) Die Verhandlungen mit dem Emir kamen jetztsehr bald, bis zum 16., zu völligem Abschluß: er zahlte 15000 Gold-stücke, leistete beträchtliche Naturallieferungen und versprach freund-liches Einverständiß?) Raimund war außer sich, allein niemandachtete mehr auf ihn: er bot Alles auf, den Frieden zu verhindern,aber alle Bemühungen blieben fruchtlos. Der Emir ergriff endlichein wirksames Mittel, und leistete dem Grafen besondere Zahlungen;

1) Idicl. x. 171. 172.

2) Die Daten in den Olsstis.

3) Nach Albert versprechen die Christen dafür Tripolis, Arkas und Gibcllumzn schonen. Doch ist der letzte Namen nur ein willkührlichcr Zusatz Albert's,da Gibellum ägyptische Besatzung hatte. ^I1>. V. 28. Hbulksäa nun. a. 494.Willen giebt beide Angaben neben einander S. 254. 26K.

v. Sybel, Gesch. d. ersten Kreuzzuges.

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