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für sich hinzunehmen erlaubte; so viel ist gewiß, daß sein Wille oderein günstiges Geschick diesen Wunsch in Erfüllung gehen ließ.
Ueber die Eroberung, welche das Schicksal des ersten Kreuz-zuges bestimmte, und durch den ganzen Occident die lebhafteste Be-wunderung rege machte, sind wir vielfach unterrichtet. In den Gestenliegt uns der Bericht eines Selbsthandelnden vor, gedrängt und kurz,aber höchst anschaulich, höchst glaubwürdig. Von abendländischerSeite geben Raimund und Radulf schätzbare Ergänzungen; Kemal-eddin bringt authentische, in: Orient fortgepflanzte Notizen herzu.An diesen Kern — das Einzige, woran ich in der folgenden Er-zählung sestzuhalten gedenke — reiht sich nun eine beträchtlicheMenge von Nachrichten, die auf dem verschiedensten Boden erwachsen,nur für die Erkenntniß dieses Bodens Interesse haben. Sie zeigenuns, welchen Eindruck das gleichzeitige Abendland von jenem Erfolgeseines Heeres empfing, und wie das Bild der Thaten schöpferischauf das Gemüth der Hörer zurückwirkte. Die Vergleichung derCopisten der Gesten, Albert's von Aachen, der Chansons und Wil-helm's von Tyrus giebt dazu aller Orten die Belege.
Nachdem Boemund mit den übrigen Fürsten übereingekommen,setzte er mit Firuz Ort und Stunde auf das Genaueste fest. Firuzrieth, um die Aufmerksamkeit der Besatzung abzulenken ch möchte mandas Heer so geräuschvoll wie möglich zu einer Expedition in dasGebirge hinausführen ^); dann in der Nacht mit einer Abtheilungam Fuße jenes Thurmes bereit stehen; sei Gefahr vorhanden, sowerde er zwei Steine, im günstigen Falle nur einen hinunterwerfen?)Am Abend des 2. Juni Halle man alle Vorbereitungen beendigt unddie folgende Nacht zur Ausführung des Unternehmens bestimmt.Abends sandte Boemund seinen vertrautesten Diener durch das Lagerund machte bekannt, eine Abtheilung der Normannen solle sich zueinem Streifzug gegen ein herannahendes türkisches Heer anschicken.Als es dämmerte, rückten sie aus, Reiter und Fußvolk, meist Nor-mannen, doch auch einige Franzosen mit ihnen?) Boemund führte
1) ^Vill. 1°/!-. x. 708 setzt hier die bekannte Geschichte hinzu, Bagi Sijanhabe Verrath befürchtet, Firuz darauf selbst auf Wechsel der einzelnen Postenfür den folgenden Tag angetragen, in der Nacht dann den Verrath vollzogen.
2) Kssta und Copisten. 3) Racl. e. 66.
4) Nach den Gesten sollte cs scheinen, als sei das ganze Heer anfgcbrochcn,