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Geschichte des ersten Kreuzzuges
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worden. Dies zusammengenommen, scheint mir kein Zweifel mehr,die Verpflanzung nach Pisidien selbst von Seiten der Sage für eineEntstellung zu erklären: erst in Syrien wurde der Herzog kampf-unfähig, ob in der That durch ein Jagdunglück, lasse ich dahingestellt,jedenfalls sprach sich dahin die Meinung des gleichzeitigen Abend-landes aus.

Ihren Werth erhalten diese Eiuzelnheiten durch ihre, schon beiAlbert vorhandene weitere Verbindung. Nach der Ansicht des Mythusist Gottfried's Heilung der poetische Ausdruck für die neu gewonnenegöttliche Gnade, in seiner ausgesprochenen reinen Gestalt erscheintauch die Krankheit als das concentrirte Bild eines wirklichen Unglücks,des Zustandes im December 1097. Der Zorn des Herrn ruht aufden Pilgern und offenbart sich vor Allem in der Entziehung ihresihres von Gott gesetzten Feldherrn. Nun lösen sich ganze Schaarenauf, 15 Tausende, sagt Guibert, die nur um des Herzogs willenmitgezogen, treten die Rückkehr an. Albert erzählt von dem ZugeBoemund's und Robert's (vom 31. December 1097): beide Fürsten,heißt es, träumten ihres Weges daher, so konnte es nicht fehlen, beidewurden überfallen und schimpflich geschlagen: Gottfried's erste Maaß-regel nach seiner Genesung war es dann, diese Scharte in einem ähn-lichen, aber erfolgreichen Unternehmen auszuwetzen. Wird nun sodie Wahrheit, wenn sie nicht passen sollte, entstellt, so erräth manden Nachdruck, der auf die der Sage gemäßen Thatsachen gelegtwird, das Elend und die Versunkenheit des Heeres, bis „die Gerech-tigkeit erstarkt und Herzog Gottfried von seiner Wunde erstanden ist."

Der hieran sich knüpfende völlige Umschwung kommt dann ingleicher Weise zur Erscheinung, nicht in Worten, womit der Herzoggepriesen, sondern in den Erfolgen, die ihn: beigelegt werden. Gott-fried wird der Hauptsieger gegen die Mannschaft von Aleppo; undwie bei Doryläum führt er das Heer zur Rache, als Boemund undRaimund auf dem Wege von St. Simeonshafen besiegt worden sind.')Wir wissen, wie es damit bewandt war, wie das ganze Lager schongegen die Antiochener unter den Waffen stand und wie wenig statt-haft die Ausdrücke sind: Gottfried rief zu den Waffen, Gottfriedbefahl bei Todesstrafe, daß keiner zurückbleibe w. Das folgende

1) .413. III. 60. 63. 64.