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eine Niederlage, und Frömmigkeit, Zucht und Sitte ist in vollständi-gem Verfall. Darauf hält der Bischof von Puy Rath mit allenGeistlichen und durch die strengsten Maßregeln stellen sie Gottesfurchtund Keuschheit wieder her. Und als so die Gerechtigkeit, fährt Albertfort, im Volke Gottes durch den Beschluß der Fürsten stark gewordenwar, um den Zorn des Herrn zu lindern, da genas Herzog Gottfriedvon der Hinfälligkeit feiner Wunde?)
Zunächst muß hier von der geschichtlichen Seite her bemerktwerden, daß dort in Pisidien solch ein Vorfall gar nicht gedenkbarist. Es weiß keiner der Augenzeugen eine Sylbe davon, vielmehrzeigt Radulf den Herzog gleich bei dem Beginne der Belagerungvon Antiochien in voller Thätigkeit?) Auch andere Theile der Sageschließen ihn völlig aus und Gottfried kämpft bei den erwähntenThaten Bischof Adhemar's in Helm und Harnisch wie alle übrigenFürsten.
Ferner ist das wesentliche Resultat der Erzählung doch nur dieWahrnehmung, mit der Krankheit Gottfried's sei das Heil von demKreuzheere, so wie nach dessen Bekehrung zum Guten die Krankheitvom Herzoge gewichen. In diesem Zusammenhangs erscheinen alleZwischenereignisse bedeutungslos, und der Glanz, mit dem die Ankunftvor Antiochien geschmückt wird, zeigt sich auch von hier aus alserwachsen aus wesentlich verschiedenem Ursprung. Die ursprünglicheSage von Gottfried hat Verwundung und Heilung nicht durch soweiten Zwischenraum getrennt; einige andere, hierhin gehörige Zeug-nisse gewinnen an dieser Stelle entscheidende Bedeutung.
Guibert nämlich erzählt den Bürenkampf mit ähnlichen Einzeln-heiten, verlegt seinen Ort aber ohne Weiteres vor das syrische An-tiochien. ^ Eine gleiche Angabe hat dann Wilhelm von Malmesburyund läßt sogar den Büren zu einem Löwen heranwachsen?) Endlich,wie wir erwähnten, giebt Raimund die auch thatsächlich zweifelloseNachricht, Gottfried sei im December 1097, der übelsten Zeit derBelagerung von Antiochien, durch Krankheit den Waffen entzogen
1) 0. 57. 58. 2) Raä. o. 4g.
3) Omid. x. 537.
4) IVilt. Äslm. 144. Impus krotosx. x. 47 seht das Ereigniß sogarspater als die Einnahme von Jerusalem und läßt Gottfried an der Wundesterben.