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Geschichte des ersten Kreuzzuges
Entstehung
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hervorgehoben, kein irdischer König sei unter ihnen gewesen, derheilige Geist selbst habe den Occideut zur Befreiung Palästinas be-rufen?)

Fragt man bei diesen Schriftstellern nach den Gründen des Er-eignisses, so zeigt sich Morgen- und Abendland in dem größten Ver-derben befangen; dort bricht die Macht der Türken, hier Laster undUnsitte mit zerstörender Wildheit herein. Der Streit zwischenKaiser und Papst ist unzählige Male genannt, aber nirgendwo istder Kreuzzug an eine dieser Gewalten, freundlich oder feindlich, oderan den Kampf derselben angeknüpft?) Da heißt es: das Volk erhobsich gegen das Volk, die Fürsten standen auf gegeneinander, es zogder Papst über die Alpen, weil er ringsum Krieg und Verwüstung,Brand und Mord erblickte. Wie gewöhnlich finden wir den leben-digsten Ausdruck solcher Gesinnung bei Orderich, der nicht genug zuwiederholen weiß, wie damals eine neue Zeit, ein Leben voll vonLaster und Unheil hereingebrochen sei. Die alte Sitte, sagt er, ver-schwindet, die Tracht der Väter wird verlassen, damals erfindet Fulcovon Anjou, der Mann dreier Weiber, die Schnabelschuhe, derenSpitzen wahnsinnig in die Luft ragen, die Ritter gehen vorne kahlwie die Diebe, hinten mit Locken wie Buhlerinnen Geroin le Grosklagt, die Redlichkeit sei vorüber, die Treue sei ausgestorben?) Ananderen Stellen wird Hungersnoth und Erdbeben erwähnt, mit einemWorte, es ist ein Zustand des Unheils, der ganz und gar, hier aushöherer Fügung, dort aus sittlicher Verschlechterung entspringt, undvon beiden Seiten nur ans Gott, den einzigen Helfer hinweist.

Hiegegen tritt nun der Kreuzzug als unmittelbares Heilmittel

1) Lalär. in prasl. Oräsria. in praoü 6ür. Oas. p. 497. Uno »mussOüristo rsAS, sagt Lkksü.

2) lLüsli. e. 10 flg. Vuloü. x. 381 flg., aus ihm weiter ausgeführt beiIVill. 1/r. x. 633 flg. Man hat mehrmals aus der letzten Stelle den Stabüber jene Zeit gebrochen, ohne sich durch die Verherrlichung des unmittelbarfolgenden Jahres, durch die wunderbare Umwandlung durch den Kreuzzug irrenzu lassen.

3) Natürlich redet Urban zu Clcrmont, aber nicht aus hierarchischen Mo-tiven. Orä. Vit. x. 718 nennt den Angriff, den Kaiser Heinrich auf den Papstunternommen, unter den Motiven des Kreuzzugs, aber nur als ein Zeichender sündhaft frevelnden Zeit.

4) Orä. Vit. p. 782. 783. Vgl. üiot. litt, äs la Vraues t. XII. p. 200.