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Geschichte des ersten Kreuzzuges
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Kreuz und schloß sich dem Heere der Grafen Robert von der Nor-mandie und Stephan von Blois an, mit denen er durch Apulienund Griechenland zog und im Juni 1097 vor Nicäa anlangte. Beidem großen Heere der Kreuzfahrer blieb er bis zu ihrer Ankunft inMeraasch und ging von da mit dem Grafen Balduin, der damalssein Unternehmen gegen Edessa begann, nach dieser Stadt ab?) Bishierher hat er sehr gute, manches Mal höchst wichtige Notizen, dietheils über einzelne Vorgänge, theils über die allgemeine Ansicht desEreignisses den interessantesten Aufschluß geben. Ich erwähne näherseine Darstellung der Fahrt durch Italien und Griechenlands: hierzeigt sich sogleich die Unrichtigkeit der Ansicht, es seien im Abend-lande die Heere zusammengetreten und die größesten Massen nachfester Disposition gen Osten gezogen. Es wanderte, wer da ver-mochte, im April, Mai, Juni bis October, sagt Fulcher, wie er dieKosten zusammenbringen konnte. Auch hatte Adhemar den Sammel-platz ganz allgemein in Constantinopel gegeben?) Wichtig ist fernerdie Darstellung des Marsches von Doryläum nach Erkle und durchgroße persönliche Anschaulichkeit höchst anziehend?) Ganz entscheidendfür die Vorgänge in Edessa ist natürlich sein Bericht, als der deseinzigen Augenzeugen: auch vereinigt er sich leicht mit dem zunächstbefähigten Mathias Eretz von Edessa, während sowohl Albert alsGuibert anderweitigen Ueberlieferungen gefolgt sind?)

Leider bricht Fulcher hier ab, um seinen Blick, was damals dasInteressantere schien, aus das große Heer zurückzuwenden. Nun istes kaum glaublich, daß ihm vollkommen gleichzeitig und wenige Tage-reisen entfernt, solche Produktionen und so ganz und gar entstellteBerichte znkommen konnten. Was soll man von dieser Traditionerst erwarten, wenn sie einige Jahrzehnte gealtert in der weiten Fernedes Occidents ihre schwankenden Gestaltungen auszubreiten versucht?Hier nun wird die zeitliche Folge der Begebenheiten verwischt, dieGenauigkeit der Darstellung verschwindet, ein bornirter Enthusiasmustritt in abenteuerlichen Wundergeschichten zu Tage. Einzelnes ist srei-

1) S. 383. 389. 400. 400. bei Longnrs. 2) S. 384. 385.

3) Cbi'vii. I?oäisnss in der bist. Zän. äs bmnAusäoe t. II. pr. x. 8.

4) b'nleli. x>. 388. 289.

5) I?u1eli. p. 389. Nntlr. birst? in den Xotiess sts. äs ln dikl. äu roit. IX und jetzt auch im Rsensil. ^Id. x. 222. s^. O-nid. x 496.