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faßte Tadel wieder, so zu sagen, gedämpft durch die ausführliche Schilderungvon Alexanders lobenSwerther Reue darüber §. 2 ff,, während über die Hin-richtung Parmcnio'S kein Wort de« Tadels verlautet, vielmehr mit einem wie-derholten Gründe der Entschuldigung dieser Blutthat nahe gelegt zu
werden scheinen III, 2«, 4 vgl. Anui, 4 z, III. 2S.
5) Anspielung auf die Worte §. 2 ob. vuel" — ssoxse.
Eine andere Beziehung Arrians als Geschichtschreibers zn seinem Hel-den s. I, >2, 5 vgl. Anm. 6 z. Vorwort. St. Cr. SS f.
Arrians Charakteristik Alexanders zeichnet sich vortheilhaft auS: l> durchihre wohlgeordnete, eine klare Einsicht in das Wesen und Leben desselben ge-währende Anlage: der Darstellung der Lichtseite in seinem Bilde Cap. 28, folgtCap. 29, die Zeichnung von dessen Schattenseite gemildert durch begütigendeEinwebung von löblichen Zügen und von Gründen der Entschuldigung seinesHelden, und endlich Cap. 30 eine Ansprache au den Leser als BeurtheilerAlexanders von einem humanen und zugleich religiösen Standpunkte aus ge-richtet; 2) durch eine bei lobenSwerther Gedrängtheit doch wiederum gehörigeAusführlichkeit, womit der große Fürst nach Leib und Seele, Geistes- undWillenskraft, als Mensch, als Feldherr und als König geschildert wird, freilichmit Uebcrgehung seiner ausgezeichneten Liebe zu Kunst und Wissenschaft. DerStaatsmann und Feldherr Arrian hat eben an seinem Helden ausschließenddiese Seite von dessen glorreicher, seiner eigenen verwandten, Thätigkcit mitVorliebe in'S Auge gefaßt; 3) durch ihre bei aller mit liebenswürdiger Offen-heit eingestandenen Begeisterung für den unläugbar größten Herrscher desganzen Altcrthum« doch wieder im Ganzen unpartcische Haltung, wobei aller-dings nicht verschwiegen werden darf, daß, während Arrian einerseits die Neuedes Königs über begangene Uebelthaten mit gutem Grunde rühmt, er dochandererseits, selbst freilich im Jahrhundert römisch kaiserlicher Apotheosenlebend, die Selbstvcrgötterung Alexanders zu glimpflich beurtheilt und über-haupt den macedvntschen Alexander von dem asiatischen zu wenig unterscheidet(Oörner S5S*). Dessen unerachtet kann man der Behauptung Geiers >3ll ff.beipffichten, daß Arrians Schilderung die Mitte halte zwischen zwei Extremen,der Lobes und des Tadel«, die er bei Plutarch Do kort. Xlex. II ff., wasjenes, und was diesen betrifft, bei Curtiu« I 2 S ff. findet, welch Letzterer üb-rigens seine herabwürdigende und gehässige Auffassung und Darstellung selbstwieder durch Einflechtung einzelner panegyrischer Abschnitte wie V, 22, I undweiter auSgesührt X, 18, 26 ff. scheint mildern zu wollen. Dagegen hatLiviilS in der berühmten Stelle IX, 17 ff, über Alexander, der nach ihm denRömern nicht einmal dem Gerüchte nach bekannt war, und von dessen geschicht-lich, strategisch und culturhistorisch doch so merkwürdige», Zuge nach Indien erNichts weiter zu sagen weiß, alS: — per Inglam — temulento agmino eom-mlseabuntlus j„ee«,it, und deßgleichen unseres Wissens, nur De Ira II, 23ausgenommen, auch Scneca z. B. ve Lenekc. I, l3. V, 4. VII, 2 s. kpp.Li, 94, Il3, 119 bloß bittere llrtheile für den merkwürdigen Fürsten. Inkurzer aber schöner Parallele hat denselben BellejuS PaterculnS II, 41, l mit