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1/2 (1885) Anabasis oder Feldzuege Alexanders
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v- Vtvlem. etc. 72 f. unser» Historiker nicht ohne Geschick vcrtheidigt hat.Endlich hat Arrian, selbst ein Feind fabelhafter Zusätze VII. >3, 2 f.. wiedeßgleichen wohl Eratosthencs bei Widerlegung von derlei Alexandcrmythen,und der Verfasser des Itlner. ttlex. 5ll., auch in PtolemäuS einen solchen an-erkannt und benützt; die dawider aus III, 3, 5. erhobene Instanz dürfte Geiera. a. O. 73 f. mit der Bemerkung: PtolemäuS habe hier politische Rücksichtengegen uralten ägyptischem Volksglauben vorwalten lassen, zur Genüge entkräftethaben. PtolemäuS' Fragmente sind u. A. gesammelt bei Müller 87 ff.

2) Außer dem über ilm oben Erwähnten vgl. Sint. XI f. und Müller94., welcher treffend bemerkt, wenn Aristvbul bei Alcrandcr'S Lebzeiten, wie dieMehrzahl der königlichen Umgebungen, den Lockungen der Schmeichelei nichthabe widerstehen können «Register zu Groskurds Uebers. des Strabo IV., p. 8K.I:so dürfe hingegen unbedenklich angenommen werden, die Zeit der Abfassungseines Werkes nach Jenes Tode, der Ernst des GreisenalterL und wohl auchder Uebertritt zur Partei Cassander'S, des Todfeindes der königlichen Familie,werde ihn von jener für die geschichtliche Wahrheit ungünstigen Neigung wiederabgebracht haben.

ä) Arrian beurkundet sich durch diese Aeußcrung ebenso sehr als einen prü-fenden, wie als einen für das wahrhaft Bedeutende und Große empfänglichenForscher, Sint. VII f. Krüger vrncmon. IV f. zu seiner A. des Arrian.

'>1 lieber die weiteren von Arrian benützten Quellen s. Sint. XIIIXVI.

Geier, Vs LIex. lVI. Hist. Script, tlap. V f. Hier nur so viel! Haben wir

äHlor ans die von Arr. ausdrücklich genannten Gewährsmänner zu be-schränken, so sind damit NearchuS, MegastheneS, Eratosthencs, AristuS und

AsclepiadcS gemeint. Die zwei letzteren, von Arrian nur VII, IS, S. und von

anderen Schriftstellern fast gar nie angeführt, sind jünger, als die drei Ilebrigen.Bon diesen hatte NearchuS, neben Eratosthencs und MegastheneS für die Geo-graphie Indiens Hauptqnelle ArrianS V, 5, i., mit PtolemäuS und Aristvbulden Vorzug der Tbeilnahme an Alexanders Feldzügen gemein und den derköniglichen Freundschaft vielleicht noch voraus; MegastheneS, SelencuS' I. Ab-geordneter an den indischen Rajah SandrocottuS, vielleicht mehrere Male inIndien anwesend, machte seine dort gesammelten Notizen über Land und Leutein einem Werke von 4 Büchern bekannt. Von Strabo wiederholt, jedoch nichtohne mehrmaligen scharfen Tadel seiner angeblich vielen Fabeleien (K8 ff. 7ll8.7IÜf. Lil. Uns.), vom später» Arrian dagegen in seiner Lnabasls und häufiger in sei-nen Inillcn zwar mit vorsichtiger Zustimmung, aber doch ohne Beimischung solcherAnklagen benützt, ist er noch entschiedener in unsern Tagen, wie Herodot undtheilweise CtesiaS, durch die zugänglich gewordenen einheimischen Quellen mitseinen freilich nicht überall fabelfreien Berichten zu Ehren gekommen. S.die ausführlichen lehrreichen Nachweisungen hierüber bei Lassen, Indische Alter-ihumskunde II, KS2 ff. vgl. 730 ff. N.-E- IV, 1721 f. lieber Eratosthencs,den Begründer einer wissenschaftlichen Erdkunde überhaupt, und seine nebenTreffendem doch hin und wieder gleichfalls irrigen Mittheilungen über Indischesinsbesondere s. Lassen a. a. O. 73 6 ff.