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1/2 (1885) Anabasis oder Feldzuege Alexanders
Entstehung
Seite
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immer mehr der Barbarenweise sich zuneigende Umwandlung Alexan-ders und die Reden seiner Schmeichler aufgebracht, und jetzt gleichfallsvom Weine erhitzt, habe es nicht dulden wollen, daß man die Gottheitbeschimpfe, die Thaten der alten Heroen verkleinere und so Alexanderneine Gefälligkeit erweise, die keine sei ^): denn es seien ja AlexandersThaten nicht so groß und wunderbar, als jene sie erheben; wenigstenshabe er sie nicht allein vollbracht, vielmehr seien sie größtentheils dasWerk der Macedonier. Diese Worte, sobald sie ausgestoßcn waren,verdroßen Alexandern nicht wenig. Auch ich kann solche Aeußerungrnnicht billigen: vielmehr erachte ich es für geeignet, bei derlei Zechhän-deln für seine Person sich still zu verhalten und nicht durch Theil-nahme an fremder Schmeichelei in den gleichen Fehler zu verfallen.Als nun Einige auch auf Philipps Thaten zu sprechen kamen undgegen alles Recht und Billigkeit, um sich gleichfalls Alexandern gefälligzu machen, behaupteten, Philipp habe nichts Großes und Bewun-dernswürdiges gethan, da sei Clitns vollends außer sich gcratben undhabe Philipps Thaten erhoben, und Alexandern und seine Thaten her-abgesetzt. Unter andern Schmähungen, die er jetzt in der Trunkenheitgegen Alexander ausstieß, habe er demselben insbesondere mit vielenWorten vorgerückt, daß er ihm ja seine Rettung in dem Reiter-treffen zu verdanken habe, das am Granicus gegen die Perser vorfiel,wobei er sogar seine Rechte prahlerisch ausstrcckte und ausrief: dieseHand ist's, Alexander, welche dich damals gerettet hat °). Jetzt habeAlexander den trunkenen Uebermuth des Clitus nicht länger ausge-balten, sei vielmehr voll Zorn gegen ihn aufgesprungen, jedoch vonsämmtlichcn Zcchgenossen noch zurückgehalten worden. Allein Clitushabe mit seinen Schmähungen nicht nachgelassen, und Alexander jetztunter lautem Geschrei seine Schildträger herbeigerufen ^). Wie aberKeiner darauf hören wollte, habe er geäußert: er sei jetzt in gleicherLage mit Darius, als dieser von Bcssus und seinen Genossen gefangenfortgeschleppt worden sei, und Nichts mehr, als den Namen einesKönigs übrig gehabt habe. Deßhalb seien seine Vertrauten nichtlänger im Stande gewesen, ihn zurückzuhalten: vielmehr habe er auf-springend nach Einigen einem seiner Leibwächter die Lanze, nach An-deren einer der Wachen den Spieß entrissen und damit den ClituSniedergestoßen. Aristobul hingegen gibt zwar nicht an, woraus die