den Strand trieben: andererseits liefen die Cyprier in den nach Sidonzu liegenden Hafen ein, der nicht einmal eine Sperrkette hatte, undbemächtigten sich sofort auf dieser Seite der Stadt. Sobald dasTyriervolk die Mauer besetzt sah, gab es zwar ihre Verteidigungauf, sammelte sich jedoch bei dem sogenannteu Agenorium b), und bothier von Neuem den Macedoniern die Spitze. Alexander ging aufsie mit seinen Schildträgern los: wer sich von ihnen zur Wehr setzte,der wurde niedergehauen; den Fliehenden ließ er nachsetzen. DasBlutbad war groß, indem die Stadt nicht nur von der Hafenscite herbereits besetzt, sondern auch Conus' Abtheilung in dieselbe eingedrun-gen war. Denn überall schritten die Macedonier mit Erbitterungvor, theils über die lange Dauer der Belagerung ^), theils über dieTyrier selbst voll Ingrimm, weil diese einige der Ihrigen, die vonSidon hergeschifft kamen, gefangen genommen, und diese, damit esvom Lager aus gesehen werden könnte, auf die Mauer geschleppt,dort geschlachtet und dann ins Meer gestürzt hatten^). Von denTyriern wurden gegen achttausend getödtetO); von den Macedoniernblieben bei diesem letzten Angriff außer Admet, welcher zuerst auf derMauer festen Fuß gefaßt und sich wacker gehalten hatte, zwanzigSchildträger, während der ganzen Belagerung aber ungefähr vier-hundert Mann. Von den Tyriern selbst hatten sich die obersten Be-hörden und ihr König Azemilk und einige Festgesandte von Char-thago, welche einem alten Brauche gemäß zu Ehren des Hercules inihrer Mutterstadt angelangt waren''), in das Heiligthum des Her-cules geflüchtet: diesen Allen ließ Alexander Verzeihung angedeihen;die Uebrigen aber wurden zu Sklaven gemacht, und an Tyriern undFremden, so viel ihrer gefangen wurden, ungefähr dreißigtausendverkauft. Alexander brachte hierauf dem Hercules ein Opfer darund ließ seine Heeresmacht in voller Waffenrüstung zu einem feier-lichen Auszuge nnsrücken^). Auch die Flotte nahm an dem Feier-zuge dem Hercules zu Ehren Theil, und im Heiligthum wurden Wett-kämpfe in Turnspielen und ein Fackelrennen o) veranstaltet. DieMaschine, womit die Mauer niedergeworsen worden war, stiftete erin den Tempel; auch das dem Hercules geheiligte tyrische Schiff, daser beim Kreuzen genommen hatte, brachte er dem Hercules zum Weih-geschenke dar. Die darauf gesetzte Inschrift, habe er sie nun selbst
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