84
und daneben für Seegefechte am beherztesten waren, und ließendarauf um die Mittagszeit, während das Schiffsvolk sich zur Befrie-digung seiner Bedürfnisse zerstreut hatte, und auch Alexander vondem auf der andern Seite der Stadt liegenden Geschwader sich nachGewohnheit in sein Zelt zurückzog, ein Schiff nach dem andern zuerstganz leise und ohne die Ruder nach dem Taktrufe des Bootsmannszu bewegen, auslaufen. Sobald sie sich aber gegen die Cyprier ge-schwenkt hatten und ihnen in Gesichtsnähe gekommen waren, dastürmten sie denn unter lautem Schlachtgeschrei und gegenseitigemZuruf und zugleich einstimmendem Nuderschlag an.
22 .
Der Zufall fügte es, daß sich Alexander an diesem Tage zwarin sein Zelt zurückgezogen hatte, aber ohne sich, wie sonst, längerdort aufzuhalten, bald wieder zu den Schiffen zurückgekehrt war.Die Tyrier aber überfielen indessen unerwartet die geankerten Schiffe,trafen einige ganz verlassen, andere wurden erst während ihres lär-menden Anlaufes von der gerade gegenwärtigen Mannschaft nichtohne Schwierigkeit besetzt, und so bohrten sie gleich beim ersten An-griffe den Fünfruderer des Fürsten Pnytagoras und die des Ama-thusiers Androcles und des Thuriers Pasicrates in Grund, triebendie übrigen auf den Strand und zerschellten sie daselbst. Kaum hatteAlexander dieses Auslaufen der lyrischen Dreiruderer bemerkt, so be-orderte er die Mehrzahl der bei ihm befindlichen Schiffe, sowie jedesderselben bemannt ward, sich vor die Hafenmündung zu legen, damitnicht noch mehr lyrische Fahrzeuge auslaufen könnten: er selbst nahmdie Fünfruderer seines Geschwaders und ungefähr fünf Dreiruderer,die er in aller Eile hatte bemannen lassen, und segelte damit um dieStadt herum den ausgelaufenen Tyriern entgegen. Als Die auf derMauer den Anlauf des Feindes wahrnahmen und Alexandern inPerson auf den Schiffen erblickten, riefen sie den Ihrigen auf denFahrzeugen zu, sich zurückzuziehen, und als sie über dem Lärm desKampfgetümmels sich nicht hörbar machen konnten, versuchten sie esdurch Zeichen, dieselben zur Umkehr zu vermögen. Allein zu späterst bemerkten diese die Annäherung von Alexanders Geschwader,