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1/2 (1885) Anabasis oder Feldzuege Alexanders
Entstehung
Seite
77
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Umständen die scheinbarste Ausrede und bei der noch zweifelhaftenEntscheidung des Kampfes für Tyrus das zuverlässigste Auskunfts-mittel zu sein. Sobald aber Alexander von dieser Wendung derDinge in Tyrus Kunde erhielt, schickte er die Gesandten wieder zor-nig zurück"), versammelte seine Gefolgsleute, die Oberanführer desHeeres und die Inhaber der Abtheilungen des Fußvolks und dieBefehlshaber der Reiterschaarenft um sich und redete sie also an:

17 .

Freunde und Kampfgenossen, einestheils sehe ich uns auf demZuge gegen Aegypten nicht gedeckt, so lange die Perser noch Meisterzur See sind, anderntheils aber, wenn wir hier die zweideutige Stadtder Syrier, und zudem Aegypten und Cypern ft von den Persernbesetzt, in unserem Rücken lassen, uns bei Darius' Verfolgung zumalgefährdet, sowohl dem Ganzen, als auch insbesondere der Lage derDinge in Griechenland gegenüber. Dann ist nämlich zu befürchten,daß die Perser sich wieder der Seeplätze bemächtigen, und währendwir mit unfern Streitkräften gegen Babylon und Darius Vorgehen,sie selbst mit einer verstärkten Flotte den Krieg nach Griechenlandhinüber spielen, wo die Lacedämonier uns offen bekämpfen, die Stadtder Athener aber für den Augenblick mehr durch Furcht, als durchZuneigung zu uns im Zaume gehalten wird. Mit der Einnahmevon Tyrus aber würde wohl ganz Phönicien in unsere Hände fallen,und der größte und beste Bestnndtheil der persischen Seemacht, diephönicische Flotte"), würde natürlich zu uns übergehen; denn wederdie Matrosen, noch die Seesoldaten der Phönicier werden es übersich gewinnen, wenn einmal ihre Städte besetzt sind, sich für Anderein einen Seekampf zu stürzeu. Alsdann wird sich auch Cypern ent-weder ohne Schwierigkeit für uns erklären, oder beim ersten Anlau-fen unserer Flotte mit leichter Mühe erobert werden können. Be-haupten wir aber mit den vereinigten macedonischen und phönicischenL-chiffen die See, und ist zugleich Cypern auf unserer Seite, so dürfteunsere Uebermacht auf dem Meere gesichert sein, und zu gleicher Zeitwird uns der Zug nach Aegypten sehr erleichtert werden. Haben wiraber Aegypten vollends unterworfen, so bleibt uns für Griechenlandund unsre Heimath Nichts mehr zu besorgen übrig, und wir werden,