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1/2 (1885) Anabasis oder Feldzuege Alexanders
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ein. Da wurde ihm gemeldet, Arsames zuvor entschlossen, denPersern Tnrsus zu erhalten, gedenke jetzt auf die Nachricht, daß Ale-xander die Pässe bereits hinter sich habe, die Stadt zu räumen. Nnnbefürchteten aber die Tarsenser, Arsames möchte erst nach geschehenerPlünderung die Räumung ihrer Stadt vollziehen. Auf diese Kundeführte Alexander seine Reiterei und die Behendesten des leichten Fuß-volks im Eilmarsch gegen Tarsus, daher Arsames, von seinem An-zuge unterrichtet, aus Tarsus schleunigst zum Könige Darius flüch-tete, ohne in der Sladt den mindesten Schaden anzurichten. NachAristobuls Bericht verfiel Alexander über zu großer Anstrengung ineine Krankheit; Andere aber erzählen, er habe sich voll Schweiß undErhitzung in den Cydnus gestürzt, um darin zu schwimmen und sichabzukühlen. Dieser Fluß strömt mitten durch die Stadt, hat aber,weil seine Quellen im Taurusgebirge entspringen und er über rei-nen Grund dahiufließt, kaltes und klares Wasser ^°). Deßhalb sollAlexander von Krämpfen, starker Fieberhitze und anhaltender Schlaf-losigkeit befallen worden sein. Seine übrigen Aerzte verzweifeltenalle an seinem Aufkommen, nur Philippus, ein acarnanischer Arztim Gefolge Alexanders, in dessen Heilkunde man das größte Ver-trauen setzte, und der auch sonst im Heere Ansehen genoß, war be-reit, ihn durch ein abführendes Mittel zu retten. Der König befahldemselben auch, den Trank zuznbereilen, und Philippus setzte denBecher wirklich iu Bereitschaft. In diesem Augenblicke wurde Ale-xandern ein Brief von Parmenio eingchändigt, worin dieser vor Phi-lippus warnte. Denn er höre, derselbe sei von Darius durch Geldbestochen worden, den König mit Gift aus dem Wege zu räumen.Nach Durchlesnng des Briefes griff Alexander, während er diesennoch in Händen hielt, nach dem Becher, worin sich die Arzenei be-fand, gab dem Philippus den Brief zu lesen und trank zu gleicherZeit, während Philippus den Brief des Parmenio las. Uebrigenswurde alsobald klar, daß Philippus mit seiner Arzenei redlich zuWerke gegangen sei. Denn weit entfernt, über dem Briese betroffenzu werden, sprach er Alexandern nur um so mehr zu, ihm auch inallem Uebrigen, was er verordnen würde, Vertrauen zu schenken:denn, so er folge, werde er hergestellt werden. Und so wurde Ale-xander abgeführt und genas wieder; dem Philippus aber bewies er