Um dieselbe Zeit hatten sich Einige der aus Theben vertrie-benen Verbannten, durch Bürger der Stadt zur Erneuerung von Un-ruhen verleitet, bei Nacht dort eingcschlichcn und den Amyntas undTimolans, welche die Cadmca H besetzt hielten und keine Feindselig-keiten ahnten, außerhalb der Burg überfallen und getödtet. Sic er-schienen sodann in der Volksversammlung und forderten unter Vorspie-gelung des alten, schönklingeudcn Namens der Freiheit die Thebanerauf, von Alexander abznfalleu und endlich einmal das schwere Jochder Maccdonier Z abznschütteln. Noch mehr Eingang bei der Mengefanden sie übrigens mit der Versicherung, daß Alexander in Jllyriengefallen sei H. Denn in der That war auch dies; Gerücht weit undbreit im Umlauf, weil er schon ziemlich lange abwesend und keineNachricht von ihm cingegangcn war, daher man, wie cs ja in derleiFällen zu geschehen pflegt, unbekannt mit dem wahren Sachverhalte,sich Vermuthungen überließ, welche den Wünschen am meisten zusag-tcn. Da Alexander van diesen Vorfällen in Theben hörte, glaubteer dabei um so weniger gleichgültig sein zu dürfen, als er nicht nurden Staat der Athener schon seit geraumer Zeit im Verdacht hatte,sondern auch den kecken Streich der Thebaner nicht gering anschlug,wenn die nach ihrer Stimmung längst schon abtrünnigen Lacedämo-nier und auch einige andere Pcloponncsier, desgleichen die nicht zuver-lässigen Aetoler -Z sich an der Auflehnung der Thebaner betheiligenwürden. Darum zog er an Eordäa und Elimiotis und den Höhenvon Stymphäa und Paraväa H hin und gelangte in sieben Tagennach Pelina ') in Thessalien. Von hier marschirte er weiter undbetrat nach sechs Tagen Böotien, so daß die Thebaner von seinemZuge durch die Engpässe nicht eher Kunde erhielten, als bis er mitseinem ganzen Heere in Anchestus b) angelangt war. Auch jetzt nochsagten die Urheber des Aufstands aus, cs sei ein Heer von Antipaterabgesandt, aus Makedonien cingcrückt, blieben aber dabei ans ihrerBehauptung: Alexander selbst sei todt, und ließen die Boten, welchemeldeten, Alexander selbst ziehe heran, zornig an; denn das sei einanderer Alexander, der Sohn des Aeropus H. Seinerseits brach
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