Zum Kläger wider mich erstehst, da wcrd' ichWohl schwerlich je etwas zu fürchten haben.
Balthasar.
Ihr irrt, Herr! Müßt' ich nur ein Tribunal,
Das Euch zu ändern Macht hätt' — wollte schonEuch Kläger werden! Eben war ich dranIm besten Zuge schwer Euch anzuklagenAll' Eurer sieben Todsünden, die ichSo ott vergeblich schon an Euch bekämpft,Unzeit'ger Großmuth, übertriebenerUneigennützigkeit, wo Hand in HandEn'r eigner Nutz mit dem gemeinen ginge,
Zn viel Vertrau'n, als wären Andre auch wie Ihr,
sind wie die Sünden alle heißen, die
An Euch noch 'mal gar schwer sich rächen können.
Franz.
Versteh' ich recht? Wahrhaftig, Balthasar —
Ich glaube gar, hast mit — dem Mädel daPolitisirt?! Schämst Dich nicht, alter Graukopf?
Balthasar.
Mit Nichten, Herr. — Margreth von ParmaIst 'ne Regentin, die fürwahr so weise,
Wie kaum ein Fürst uns in Enorpa lebt!
Wo würde sie das herbekommcn haben,
Wär' es ihr früh nicht tüchtig eingeschnlt?
Franz.
Ja, Balthasar, ich sehe wohl — mit DirWird nie ein Mensch im Leben Recht behalten.
Ich weiß, es ist ein kaiserlicher RathAn Dir verdorben!
Balthasar, (»nt Betonung.)
Eure Schuld nur, Herr,
Wenn ich's nicht jetzt schon bin.