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Franz von Sickingen : eine historische Tragödie
Entstehung
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(man hört cin furchtbares Krache» oberhalb der Decke des Gewölbes.Alle außer Frau; blicken unruhig auf.)

Horch, hörst Du?

(sorgfältig an der Decke uinhcrblickcnd.)

Sag, wie lange

Und diese Ouadern wirbeln um uns herUnd spielen Ball mit nnsern eignen Köpfen!

Franz, (aufstchcud und mit verschränkten Armen durchsZimmer gehend; halb für sich.)

Wahr ist's! Mein Lebtag Hab' ich nicht erhörtSo greulich Schießen! In den KaiserkriegcnNichts, was dem nur zur Hälfte nahe kam.

Philipp.

Weiß Gott, woher sie alle das GeschützZusammenbrachten.

Franz, (wie zuvor.)

In so kurzer Zeit

So sehr bedrängt sein in so festem Haus

Nie hätk' ich es geglaubt! Auch ist es wahrlich,

Als ob ein Geist in jeder Kugel stecke

Als kennten sie sich aus auf jed' Geheimnis)

Der Burg; denn stets in ihre schwächsten StellenSchlägt ihr Geschütz. Wirklich, sehr sonderbar!

(bleibt sinnend stehen.)

Balthasar.

Der Teufel ficht für seine Pfaffen.

Philipp, (die Faust heftig ballend.)

Ich möchte wüthend werden. Ihnen hierZur Scheibe dienen müssen, da wir sieMit ein'ger Hülfe draußen schmeißen könnten!

Franz, (gefaßt, sich setzend.)

Still, Philipp! Stürzt der Thurm, so ziehn wirIns Felsgcwölbe uns zurück.