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Franz von Sickingen : eine historische Tragödie
Entstehung
Seite
159
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Sombreff.

Wie steht der Kampf? O gebt mir Auskunft!

Ulrich.

Noch schwankt die ehr'ne Wage rastlos hin und her!

Nom Moselthore kouun' ich, >vo wir blutigZurück des Feindes wnth'geu Ausfall schlugen.

Norau den Seinen focht der Erzbischof,

Entgegen würgt' ihm Franz, deß hast'ges SchwertDen Priester suchend, den ihm Mars entrückt,

Die Neih'n der Feinde widerwillig fastIn dichten Garben achtlos nicdcrmähte! Doch jetztLebt wohl! Znm Simeonsthor eil' ich. wohin Franz selbstGeworfen seinen Sturm, die Stadt auf's Aergstc drängend,Und ans sich zog der Feinde dicksten Knaul.

Lebt wohl und zürnt nicht, wenn ich Euch verlasse,Des Krieges grausamem Gebot gelreu.

Sombrcff.

O nur noch einen Augenblick versüßt mirDurch fluchtigen Bericht deS Lebens letzte Züge!

Wie steht es am Koritzer Thor? Es liefGemurmel durch die Neih'n: genommen sei's!

Ulrich.

Dort stürmt, deS Todes Bild, der schwarze Zollern,

Die Keule schwingend, die in seiner HandAuswiegt der Sicheln zwei des Sensenmanns.

Wie er sein Volk wider die Mauer führt,

Ergießt eiu solcher Strom vou siedend Oel,

Geschmolzen Blei sich auf der Stürmer Haupt,

Daß lauten Schrei's die Knechte von sich werfenDie Sturmleiter, erschreckt zurücke fliehn.

Doch er, ohn' eines Rufs sie nur zu wnrd'gen,

Als wolle er allein die Stadt erobern,

Hebt auf die wucht'ge Leiter, und hinan