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Franz von Sickingen : eine historische Tragödie
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Fra»;, (dem man ein großes Evangelium bringt.)

Wohl! So entblößt die Häupter, zieht das SchwertUnd sprecht mir -Alle nach den Schwur, den ichMit meinen Lippen nicht, nein, mit dem HerzenVersprechen werde! Edle Deutschlands, schwört mit mir!

(er entblößt sein Haupt und legt zwei Finger auf das Evangelium.

Alle entblößen ihre Häupter und ziehen die Schwerter.)

Bei jener Freiheit, die allein dem LebenIn Männer- Augen Werth und Glanz verleiht,

Bei jener Freiheit, die ans diesem BucheVor fünfzehnhundert Jahren mächtig quollUnd jetzt sich uns noch reicher will entfalten

Alle, (stürmisch die Schwerter erhebend.)

Schwören wir!

Franz.

Bei unsrer Lieb' znm Lande, bei der Ehre,

Dem Stern des Mannes, der im Schiffbruch selbst,

Wenn wie ein Wrack des Lebens Hoffnung sinkt,

Ihm freudig leuchtet, Rettung winkend inDem Ruhm der Nachwelt

Alle, (wie oben.)

Schwören wir!

Franz.

Bei jeder Ahnung eines Höheren,

Das in Natur und Geist uns offenbart,

Das Männerherz zu großen Thaten treibt,

Des Lebens Anker in des Lebens Sturm;

Beim Blut der Besten, welche jemals littenFür dieser Menschheit große Sache

Alle, (wie oben.)

Schwören wir!

Franz.

Standhafte Treue diesem Bündnisse.