46
Vierter Auftritt.
Tic Vorigen ohne Renner.
Franz, (einen Schritt auf den Pfalzgrafen zu machend und sichverbeugend.)
Franziskus grüßt Euch, gnäd'ger Herr, und freut sichAus rollen: Herzen, Euch fo wohl zu sehn.
Ludwig, (sich ihm nähernd und ihm die Hand schüttelnd.)Gott grüß' Dich Franz. Wie gcht's in Deinen: Hans?Was macht die schöne Tochter? Hast ja immerVersprochen, sie nach Heidelberg einmalAn meiner Frauen Hof zu schicken.
(während sie leise mit einander sprechen.)
Richard, (zu Landgraf Philipp.)
Ei seht! Wir treffen hier gleich beide KaiserBeisammen, Karl — und jenen GunstkaiserDer großen Meng', den Gegenkaiser Deutschlands.
Wer weiß, wer von den Beiden noch den andernZum Strohmann macht! — Seht nur, in welcher GunstDer Kurfürst bei den: stolzen Ritter steht.
Fast könnten wir die Müh' bei Karl uns sparen,
Da er so gnädig hier empfangen wird!
Ihr hab's gesehn, ihm galt allein sein Gruß,
Uns hielt er eines Kopfnickens nicht werth.
Philipp.
Das ist mir lieb. Denn ungern nur hätt' ichEntschlossen mich, 'neu Gruß ihn: rückzugeben.
Richard.
Glaub's gern! Es muß ein eigenthümlich JuckenErgreifen Eure Haut, so oft Eu'r Fürstlich GnadenDen Ritter sieht, der Euch — so in der Tasche trägt!